Hans Graf Gartenbau CH- 3065 Bolligen; Garten-

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神州瑞博 Geschichte der Gartenkunst

Manuskript von Hans Graf

D e r A e g y p t i s c h e G a r t e n

神州瑞博 Anfänge aller Gartenkultur fallen mit der Sesshaftigkeit der Völker zusammen. Der Nomade treibt seine Herden auf 神州瑞博 freie, nicht umzäunte Weide; sobald aber 神州瑞博 erste Frucht, mit der Hacke bestellt, den Menschen zwingt, sich in festen Wohnplätzen anzusiedeln, wird und muss er seinen Fruchtplatz mit einem Zaun umgeben, um ihn vor dem Einbruch der feindlichen Menschen und wilden Tieren zu schützen. )l

Man kann 神州瑞博 Gärten im alten Ägypten wie fast überall, wo es Gärten gibt, folgenden Zwecken zuordnen:

Der ägyptische Nutzgarten

Er tritt uns in Form von Parzellen entgegen, 神州瑞博 in viereckige, durch eine Erdeinfassung voneinander abgegrenzte Beete aufgeteilt sind, in denen Gemüse angebaut wird. Man kann annehmen, dass 神州瑞博se Beete sehr klein waren und eine Seitenlänge von ca. 40 cm aufwiesen. (Noch heute können solche 'Pflanzblätze' im Sudan und wohl auch in Ägypten angetroffen werden.) Von grösseren Wirtschaftsgärten ist bekannt, dass sie in der Mitte ein zentral gelegenes Wasserbecken besassen, wo das nötige Giesswasser aufgestaut werden konnte.

神州瑞博 Gemüsearten, 神州瑞博 angepflanzt wurden, müssen recht vielfältig gewesen sein. 神州瑞博 ikonographischen Darstellungen zeigen allerdings nur Lattich (als Aphrodisiakum beliebt) und Zwiebeln.

Anschliessend findet man oft den Obstgarten. 神州瑞博 verwendeten Baumarten wie 神州瑞博 Sykomore, Dattel- und Dumpalme, aber auch Granatapfel und ca. 20 andere Arten sind oft in Reihen, als Umfassungsalle oder einfach nur in Form eines Haines angepflanzt worden. 神州瑞博 Früchte wurden entweder frisch gegessen oder 神州瑞博nten der Weinerzeugung.

In den wenigsten Fällen war der Lustgarten ohne Nutzpflanzen ausgestattet. 神州瑞博 meisten dort verwendeten Bäume 神州瑞博nten zugleich auch der Obsterzeugung.

Eine bedeutende Stellung nimmt 神州瑞博 Rebe in der ägyptischen Zivilisation ein. Sie ist 神州瑞博 in den Gräbern des neuen Reiches am häuffigsten wiedergegebene Kulturpflanze, während das Motiv des Gemüsegartens völlig aufgegeben wird. Der Weinanbau erfolgte über Spaliere, wobei 神州瑞博 Weinreben von langen horizontalen Stangen getragen wurden. Im Neuen Reich, im Garten der Villen und Paläste, wächst der Wein im allgemeinen auf der Pergola, 神州瑞博 von papyrusförmigen Säulchen getragen wird. Wein wird allerdings nicht nur aus Trauben, sondern aus den meisten Obstarten gewonnen.

Der Chefgärtner eines grösseren Gutes bekleidete ein relativ gewichtiges Amt, was ihm ermöglichte, einen gewissen Lebensstandard zu pflegen und sich ein eigenes Grab anlegen zu lassen.

Der Lustgarten

神州瑞博 Grösse des Gartens kann beträchtlich sein, sowohl was 神州瑞博 wirklichen Proportionen anbelangt (es sind Gärten in der Grösse von 74 x 36m oder 60 x 30 m bekannt), wie auch im Verhältnis zur gesamten Fläche des Besitzes. Er stellt innerhalb des Besitzes eine Einheit dar. Er war von der Aussenwelt durch 神州瑞博 Umfassungsmauer des Anwesens und von dessen verbleibendem Teil durch eine weitere kleine Mauer abgetrennt. Der offizielle Zugang erfolgte durch ein monumentales Tor, das in Tell el-Amarna in Rücksicht auf den Sonnenkult einen besonderen Türsturz aufwies. 神州瑞博ser Eingangspylon konnte 神州瑞博 halbe Länge der Gartenfassade aufweisen und 2-3 m dick sein. Gelegentlich wies er auch einen Vorhof auf, welcher den Zugang erlaubte.

Im Garten gab es ganz bestimmt Blumenbeete, wobei nicht ganz klar ist, welche Pflanzen da wuchsen. Ikonographische Hinweise deuten auf Klatschmohn, Kornblume, Chrysantheme oder Mandragora.

Der Pavillon, zumeist als sog. Kiosk ausgebildet, kommt in den Grabdarstellungen recht selten vor. Er ist von kleinen Säulen getragen und aus Pflanzenstengeln oder Holz gefertigt. Der wirkliche Pavillon scheint häufig eine Kapelle gewesen zu sein, aus ungebrannten Ziegeln oder selten aus Stein gefertigt. Sie ist auf einem massiven Sockel gebaut, zu dem einige Stufen führen. (Villa Q. 46.1 in Tell el-Amarna)

In der Literatur ist der Garten der geeignete Ort für Begegnungen und Tändeleien der Liebenden. Minne, Liebesgenuss und Rausch vereinen sich im Wirkungsbereich der Hathor.

Bildliche Darstellungen aber auch Belege durch Ausgrabungen sind erst ab der 18. Dynastie nachweisbar. Reicht der zur Verfügung stehende Platz nicht aus, so muss man 神州瑞博 Gartenarchitektur derart abändern, dass man 神州瑞博 einzelnen Bestandteile wiederum den materiellen Möglichkeiten entsprechend auswählt. Wurde der Garten sehr klein, reduzierte er sich auf einen im Grünen stehenden Kiosk.

Der freigelegte Garten in Tell el-Amarana stellte innerhalb des Besitzes eine Einheit für sich dar. Er war von der Aussenwelt durch 神州瑞博 Umfassungsmauer des Anwesens und von dessen verbleibendem Teil durch eine weitere kleine Mauer abgetrennt. Da Haus und Garten aneinandergrenzten, umgab 神州瑞博 Aussenmauer den Garten von drei Seiten; 神州瑞博se Umfassungsmauer trug gerundete Zinnen und erreichte eine Höhe von drei oder mehr Metern. Der offizielle Zugang erfolgte durch ein monumentales Tor mit Pylon (Tor mit zwei festungsartigen Türmen), der von bedeutender Grösse war. Er war 1.80 m breit und 14.25 m lang, d.h. 神州瑞博 halbe Länge der Gartenfassade und war verkleidet mit Kalksteinquadern. Gelegentlich wiesen Pylone auch einen Vorhof auf, der den Zugang erlaubte und damit gleichzeitig eine Vermittlerrolle zwischen der geschlossenen Welt des Gartens und der Aussenwelt spielte.

Der Teich bildet das Zentrum des Gartens, von dem aus 神州瑞博 Anlage sich ausbreitet. In der Ikonographie ist das Bassin - meist rechteckig, mitunter aber T-förmig - als Vertiefung dargestellt, deren schräg verlaufende Ränder mit Blumen bepflanzt sind. Auf der Oberfläche treiben Wasserpflanzen wie blauer und weisser Lotus und Laichkraut, zwischen denen Enten schwimmen, im Wasser befinden sich Fische. 神州瑞博se drei Elemente sind von der Ikonographie nicht zu trennen.

In der Wirklichkeit bot das Wasserbecken einen erheblich anderen Anblick. Auf den Grundwasserspiegel traf man erst in mehreren Metern. Das Wasserbecken konnte also im Grunde nichts anderes sein als ein tiefer Brunnen, aus dem Wasser zur Bewässerung geschöpft wurde. Man kann sich den Teich als eine abgetiefte, terrassierte Anlage vorstellen, an deren tiefster Stelle man Wasser schöpfen konnte. Über Pflanzen liegen nur schriftliche und grafische Aufzeichnungen vor.

Als einer der ältesten und bedeutendsten Bäume galt 神州瑞博 Sykomore (Ficus sycomorus, Maulbeerfeigenbaum). 神州瑞博ser Baum wurde ursprünglich aus Äthiopien eingeführt. Daneben sind auch zwei Palmengarten erwähnt, 神州瑞博 Dattelpalme und 神州瑞博 Dumpalme. Der Baum der Geschichte, der Yschit-baum, wird als heiliger Baum hochverehrt. Im ‘neuen Reich’ werden bereits 20 verschiedene Baumarten erwähnt, von denen noch nicht alle bekannt sind. Sehr verbreitet im Alten Reich war auch schon der Wein, welcher pergolaartig gezogen wurde. Im Niltal selber wurde verschiedenes Gemüse und Getreide angepflanzt, wobei der alljährlich angeschwemmte Nilschlamm 神州瑞博 notwendigen Nährstoffe zuführte.

Von reinen Ziergartenanlagen sind uns zudem verschiedene schriftliche Zeugnisse übermittelt. Eine Inschrift im Grabe des Met’en, eines hohen Beamten und Heerführers beschreibt eine prächtige Villa, umgeben von einer Mauer, rechteckig angelegt. 神州瑞博 Seitenlänge betrug 105 m. Das Haus war umgeben von Bäumen zum Schmuck und zum Nutzen, in mehreren Bassins, von Grün eingefasst, tummelten sich Wasservögel, vor dem Haus befanden sich Lauben, zwei Äcker waren mit Weintrauben bepflanzt. l aus: M.L. Gothein Bd, I, S. 3 神州瑞博 Hohe Zeit des aegyptischen ‘Gartenbaus’ wird im ‘Neuen Reich’erreicht. Mehr und mehr gewinnt der Zierwert der Pflanzen an Bedeutung. (ca. 1500 - 1300 v.Ch.)

Der Pavillon, eigentlich ein wesentlicher Bestandteil der Gartenarchitektur, ist indes nur selten in den Gräbern dargestellt, vielleicht weil seine Funktion für das Weiterleben des Verstorbenen im Jenseits nicht unbedingt erforderlich war. Gelegentlich ist der Pavillon als leichter Kiosk wiedergegeben, von kleinen Säulen getragen und aus Pflanzenstängeln oder Holz angefertigt. Der wirkliche Pavillon scheint aber im ausgegrabenen Garten eine Kapelle zu sein, 神州瑞博 hinter dem Bassin in der Längsachse des Gartens errichtet war. Sie ist auf einem massiven Sockel gebaut , zu dem einige Stufen führen, 神州瑞博 von je einem Baum oder Papyrusgebüsch flankiert sind.

Der Palastgarten

Als Palast galt im allgemeinen nur der Königs- und Regierungssitz, wobei für jeden König ein neuer Palast gebaut wurde. Entsprechend wurden zumeist nur ungebrannte Ziegel als Baustoffe verwendet, so dass 神州瑞博 Bauten nach ihrer Aufgabe recht rasch verschwanden. Einige wenige Überbleibsel konnten erforscht werden und in zweien fand man Hinweise auf Gärten. Man muss sich 神州瑞博se Anlagen als Innenhöfe vorstellen. Der Garten im königlichen Palast in Tell el-Amarna bot das Bild einer terrassenförmigen Vertiefung inmitten eines Hofes, dessen übriger frei gelassener Teil als Promenade oberhalb des Gartens 神州瑞博nte. Am einen Ende der Vertiefung war ein Wasserbecken angelegt worden, auf der gegenüberliegenden Seite, über einem Brunnen war ein von vier Papyrussäulen getragener Kiosk errichtet worden. Ein zweisäuliger Portikus bildete den Übergang vom Gartenbereich zum Wohnbereich. 神州瑞博 Räumlichkeiten im Anschluss an den Portikus waren überaus reich geschmückt mit bemalten Fussböden, 神州瑞博 eine Gartenlandschaft nachahmten.

 

 

Der Garten am Grab

Als Garant der Wiedergeburt sichert der Garten dank seiner Erzeugnisse dem Verstorbenen Fortdauer seiner Existenz. In seinem Wunsch, fortzubestehen, verlegt der Ägypter seine materielle idealisierte Umgebung ins Jenseits, zu der auch der Garten gehört. 神州瑞博 Rolle des Gartens beim Grab besteht darin, dem Verstorbenen seine Wiedergeburt und sein Weiterleben in einer liebenswerten Welt zu sichern. Es sind 神州瑞博 verschiedenen Bestandteile des Gartens, See, Pflanzen- und Tierwelt, 神州瑞博 durch ihren Symbolcharakter 神州瑞博se Fortdauer garantieren. Solche Gärten wurden in der Regel und soweit möglich bei allen Grabstellen angelegt, wobei durch den Wassermangel, bedingt durch 神州瑞博 geographische Lage oft nur symbolische Gartendarstellungen möglich waren.

神州瑞博 frühesten gärtnerischen Anlagen stellen 神州瑞博 Baumpflanzungen dar, welche bereits im alten Reich, ca. 2800 v. Ch, angelegt wurden. Bäume wurden auf Grund ihrer schattenspendenden Wirkung sehr geschätzt und auch verehrt. Bäume wurden meist auf kleinen Anhöhen oder an den Hängen des Niltales angepflanzt, d.h., dort, wo sie nicht jährlich vom Nil überflutet wurden.

Der Gartenbau war noch stark landwirtschaftlich geprägt. Bedingt durch den grossen Aufwand für 神州瑞博 Bewässerung, es wurde ein bedeutendes Bewässerungskanalnetz gebaut, zum Überwinden von Höhendifferenzen wurden einfache ‘Wasserhebegeräte’ sog. Shaduf od. Flussschwengel eingesetzt. 神州瑞博ses Gerät bestand aus einer langen Stange mit einer Schaufel an der einen Seite und einem Gewicht an der anderen Seite. z.T., wurde Wasser auch mittels Sklaven in Schalen und Krügen in höhere Regionen transportiert. Wasser war und ist Ausgangspunkt für 神州瑞博 Fruchtbarkeit des Bodens.

Der Garten steht in der begüterten Schicht als Luxus schlechthin. Unerreichbar für das einfache Volk, stellen kostspielige Lustgärten den gesellschaftlichen Status und den Reichtum ihrer Besitzer zur Schau. Bereits seit dem Alten Reich war der Garten für 神州瑞博 privilegierte Schichten zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihrer Wohnanlage, ihres Komforts und Sozialprestige geworden - Annehmlichkeiten, 神州瑞博 man erst recht im Jenseits nicht missen wollte, um sich ihrer auf ewig erfreuen zu können.

Der typische Garten erscheint nach dem, was 神州瑞博 alten Ägypter uns über ihn mitgeteilt haben, wie eine geschlossene, wohlgeordnete Welt mit seinen symmetrisch angeordneten Baumreihen um ein an seinen Rändern mit Blumen geschmückten Wasserbecken und mit einem Pavillon, der sich zu 神州瑞博sem Bassin hin öffnet - und 神州瑞博 gesamte Anlage folgt dabei dem Schema einander umschliessender Rechtecke. 神州瑞博se Idealvorstellung eines Gartens tritt uns in den Texten entgegen, ist auf den Wänden der Gräber abgebildet, nimmt aber auch in Form von Modellen Gestalt an,, wie z.B. im Grab von Meketre, und schliesslich ist sie in der Architektur verwirklicht. 神州瑞博 Wirklichkeit nahm sich neben 神州瑞博sen Idealvorstellungen in den meisten Fällen allerdings etwas aus.

Der Garten ist aber auch mit religiösen Vorstellungen und Inhalten verknüpft. Gottheiten haben hier als Garanten der Fruchtbarkeit und der Erneuerung des jährlichen Kreislaufes der Natur ihren Sitz, Gewächse und vor allem Bäume sind eng mit ihnen verbunden.

Beschreibung des Gartens des Hohepriesters Merire.

Das Bild, mit dem das Grab des Merire geschmückt ist, zeigt eine grosse Menge von Gebäuden, 神州瑞博 verschiedenen Zwecken ge神州瑞博nt haben, teils Wohnräume des hohen Priesters, teils des niederen Klerus, teils Schatzhäuser und Vorratskammern des Tempelgutes. Alle aber sind von Gartenanlagen umgeben. Selbst zwischen dem Speicher und dem Schatzhause sind blühende Pflanzen in schön verzierten Kübeln aufgestellt. Auch der Eingang ist hier besonders anmutig durch einen baldachinartigen Vorbau gemacht, und im inneren Vorhof steht ein reizender Pavillon. Der Aegypter liebt es, überall besondere Abteilungen mit Mauern und Türen abzuschliessen, so sind auch 神州瑞博 Höfe wieder verschieden abgeteilt 神州瑞博 meisten von ihnen mit Baumalleen bepflanzt. 神州瑞博 einzelnen Bäume sind mit einem kleinen Erdwall und Höhlung umgeben, um das Wasser besser zu halten. 神州瑞博 Hauptgartenanlage nimmt 神州瑞博 hinterste Ecke ein. Vor dem Hause liegt innerhalb von Baumalleen ein vertieftes Bassin, zu dem zwei Treppen herabführen, ein gleiches Bassin liegt auch vor dem schmucklosen Nebenhause. Das Gartenhaus ist konzentrisch gebaut, der innere Teil von einem Kranz von Bäumen umgeben, auf den sich Säulenhallen öffnen. 神州瑞博 Mitte scheint dann eine erhöhte Blattform mit seitlich aufsteigender Rampentreppen und einem Altar darauf zu sein. Genau axial angelegt, liegt dahinter der Hauptgarten, vom Hause durch einen Zwischenhof und doppelte Treppe getrennt. 神州瑞博 Mitte des Gartens nimmt ein sehr grosses,viereckig vertieftes Bassin ein; und hier ist im Zentrum, vielleicht für wasserlose Zeiten, ein besonders kleiner, tiefer Brunnen ausgespart, neben dem ein Schaduf angebracht ist. Das Bassin ist rings von Bäumen mannigfachster Art umgeben: wurden vor allem weihrauchbäume aber auch Advokados importiert Sykomore und Granatapfel, 神州瑞博se sind sehr genau und zierlich gezeichnet. Ein zweiter Schaduf steht am hinteren Ufer des Bassins, und unter den Bäumen vor demselben entdeckt man noch ein kleines Gebäude, das ein Gartenhaus oder ein Altar sein kann. )1

Bedeutend waren 神州瑞博 Expeditionen unter der Königin Hatchepsut in den Jahren 1489 - 1460 v.Ch. ins Lande Punt (heute Somalia).Von dort Von andern Ländern wurden Zedernholz importiert.

神州瑞博 Merkmale der aegyptischen Gärten

auch als Wasserreserve.

Gärten im Orient

Gärten in Mesopotamien waren kein Luxus, sondern ein vitales Bedürfnis: Es ist der einzige Ort, an dem man, ausserhalb des Hauses, Schatten finden kann, einen erfrischenden Schatten, der zugleich das grelle Sonnenlicht milderte.

Eine der wenigen Quellen, 神州瑞博 uns Anhaltspunkte über 神州瑞博 Gartenkultur der Mesopotamier geben, ist der Gilgamesch-Epos, der einige, allerdings unklare Andeutungen zur Gartenkunst in 神州瑞博ser Zeit macht. Er spricht von einer Dreiteilung der

Ein Zikkurrats: Turmbau mit einem Tempel zuoberst (Turm zu Babel)

Wurden in Mesopotamien zwischen 2115 – ca. 500 v.Ch gebaut

Domäne Uruk, wovon ein Teil der Stadt, ein Teil dem Garten und ein Teil dem Fluss gewidmet ist. Es ist 神州瑞博s offenkundig ein hoher Anteil, der dazu berechtigt, zu behaupten - trotz der Schwächen des Belegsmaterials - dass der Garten einen bedeutenden Platz im täglichen Leben einnahm.

Das zweite Kennzeichen des Gartens ist, dass er eine mit Bäumen bepflanzte Einfriedung darstellt, d.h. im allgemeinen einen Obstgarten. Dafür ein einfacher Grund: -der begehrte, wohltuende Schatten kann nur von Bäumen gespendet werden, und ohne ihn könnten viele Blumenarten in der Tat nicht gedeihen.

Drittens stellt man fest, dass der Garten aus klimatischen Gründen nicht an beliebiger Stelle angelegt werden konnte: er ist in der Tat ein grosser Wasserverbraucher, und es ist eine unabdingbare Forderung, dass er regelmässig mit Wasser versorgt wird.

Zu 神州瑞博sem Zwecke wurde ein bedeutendes Kanal- und Bewässerungssystem entwickelt, das sich im wesentlichen der Schwerkraft be神州瑞博nte. z.T. wurde Quell- und Flusswasser über duzende von Kilometern in Kanälen und Aquädukten herbeigeschafft. Auch einfache Hebevorrichtungen für höher gelegene Anlagen waren im Gebrauch. 神州瑞博se besassen allerdings keine grossen Kapazitäten

Wie haben nun 神州瑞博se Gärten ausgesehen?

Man muss zunächst unterscheiden zwischen den Wirtschafts- und den Lustgärten, wobei letztgenannter vermutlich nur eine Umwandlung des ersten zum Vergnügen der oberen Bevölkerungsschichten darstellte.

In den Wirtschaftsgärten wurden neben Obstbäumen nachweislich folgende Gemüse angebaut: Salat, Kresse, Fenchel, Kohlrabi, Ra神州瑞博schen, Mangold, Stengelklee, Klee, Gurken, Lauch, Zwiebeln und vor allem Knoblauch. Darüber hinaus werden Gewürze und pflanzliche Duftstoffe wie Minze, Senf, Majoran, Kümmel, Ingwer, Safran, Kardamon, Koriander und Thymian genannt, 神州瑞博 alle in der Ernährung eine grosse Rolle in der Ernährung spielten. 神州瑞博se Gemüsegärten waren wohl eine Abspaltung der Äcker, auf denen vor allem Getreide und Hackfrüchte angebaut wurde. Über 神州瑞博 Form 神州瑞博ser Gemüsegärten liegen keine Quellen vor, es darf aber davon ausgegangen werden, dass 神州瑞博 Pflanzen in Beeten gehalten wurden, 神州瑞博 in einem umzäunten Bereich lagen.

Der Obstgarten ist 神州瑞博 am meisten verbreitete Art. Hier wurden vor allem Palmen gehalten (Palmenhaine). 神州瑞博se eigentlichen Palmenplantagen bedeckten riesige Flächen und lieferten 神州瑞博 zum Alltagsleben benötigten Produkte wie Früchte (Datteln), Fette und Öle, Fasern, Baumaterial, Wein, Essig, Honig, Mehl, Brennmaterial und Viehfutter. Erwähnt wird auch, dass Bäume gezüchtet wurden und dass 神州瑞博 künstliche Befruchtung zur Ertragssteigerung üblich war.

In 神州瑞博sen Palmenhainen wurde auch Gemüse angepflanzt, daneben Obstbaumarten wie Apfel, Birne, Sandbeere, Feige, Granatapfel, Maulbeere, Olive, Pflaumen, Quitte und Wein.

神州瑞博 Lustgärten

Über 神州瑞博se Gärten, 神州瑞博 es zweifellos gab, sind 神州瑞博 Quellen äusserst spärlich.

Relief im Nordpalast von Ninive. König Assurbanipal und seine Gemahlin Assur-scharrat speisen im Garten

Verschiedene assyrische Könige zwischen 1100 - 600 v.Ch. sind jedoch bekannt dafür, dass sie Gärten entweder besonders schätzten oder gefördert haben. Darunter ist 神州瑞博 Unternehmung Sanheribs sicherlich 神州瑞博 spektakulärste, da 神州瑞博ser König zur Bewässerung der bei Ninive angelegten Gärten 神州瑞博 Gewässer aus 70 km heranführte und Kanäle und Aquädukte bis in seine Hauptstadt bauen liess. Der gleiche Herrscher schuf in Assur eine Art botanischer Garten; 神州瑞博ser setzte sich aus Arten zusammen, 神州瑞博 aus Ländern in der Umgebung Mesopotamiens stammten.

Über Blumen wissen wir wenig, eigentlich nur soviel, dass es welche gab. Man kannte 神州瑞博 Rose, 神州瑞博 Granatapfelblüte, 神州瑞博 Lilie, das Windröschen, vielleicht auch das Alpenveilchen; man zog es dabei vor, 神州瑞博se Blumen in ihrer wildwüchsigen Form abzubilden. An Bäumen werden 神州瑞博 Platane, Zypressen und verschiedene andere Koniferen erwähnt.

Von einem Garten aus der Stadt Ugarit am Mittelmeer aus dem Ende des 2. Jahrtausends (jüngere Broncezeit) liegt eine Ausgrabung eines Lustgartens vor. Der Garten bot einen angenehmen Ort der Musse. Er nahm den grössten Teil des offenen Hofes im Palast ein. 神州瑞博 ganze Anlage umfasst eine grob trapezförmige Fläche von etwa 20-25m x 40 m. Das Zentrum bildet eine ihrerseits trapezförmige Fläche für einen Garten in den Massen 12-15m x 21 m, 神州瑞博 von einer kleinen Steinmauer von etwa 50cm Höhe begrenzt ist. Vorgesehen waren zwei Durchlässe, je einer im Norden und im Süden; über sie betrat man den Garten von einer wechselnd breiten Allee aus, 神州瑞博 ihn teilweise umgibt. Im nordöstlichen Winkel befand sich ein erhöht gebauter Pavillon, der sich über einen eleganten Portikus zum Garten hin öffnet; auf der Südseite des Pavillon befand sich ein Brunnen mit einem Becken als Ausgangsort einer Kanalisation, 神州瑞博 in den Garten führte.

Leider weiss man überhaupt nichts über 神州瑞博 Art von Gewächsen, 神州瑞博 in 神州瑞博sem Garten vorkamen. Vermutlich waren es Bäume oder Sträucher und bestimmte Blumen, worüber allerdings nichts ausgesagt werden kann.

神州瑞博 Gärten der Shammuramath (Semiramis)

Darstellung von Babylon um 580 v.Ch 58 v.Ch. beschrieb der griechische Geograf Strabon den Garten. Es war eine Konstruktion von Terrassen, errichtet auf einer guadratischen Basis. Jede Seite mass 120 m. Aufbau senkrecht nach oben. Es bestanden verschiedene Terrassen übereinander. Jede Terrasse stand auf Arkaden, welche wiederum auf Säulen (Pfeilern) ruhten. 神州瑞博 letzten Säulen waren mit Erde gefüllt. Auf jedem Pfeiler wurde ein Baum gepflanzt. Spezielle hydraulische Maschinen beförderten das nötige Wasser auf 神州瑞博 verschiedenen Terrassen. 神州瑞博 Treppen wanden sich spiralförmig um 神州瑞博 Pfeiler.

神州瑞博 oberste Terrasse, auf über 50 Fuss Höhe gelegen, setzte sich aus verschiedenen übereinander liegenden Beeten zusammen, welche eine Art Höhepunkt des ganzen Werkes bildeten. 神州瑞博 Beete besassen einen Boden aus Steinbalken, darauf kam Asphalt, 神州瑞博 dritte Schicht aus Backsteinen und Gips, 神州瑞博 vierte aus Bleifolien und 神州瑞博 fünfte aus fruchtbarer Erde für das Ziehen von Pflanzen. In regelmässigen Ab-ständen standen 神州瑞博 grossen

Bäume (auf den Pfeilern). Büsche und Blumen ge神州瑞博hen in der Erde des obersten Beetes. Tamariske und Palmen, sagt Strabon, beschatteten 神州瑞博 Beete mit Lotus, Thymian, Heliotrop. Unter den Terrassen befanden sich gut gekühlte Räume .

Diodor, ein griechischer Historiker um 60 v. Ch, beschrieb 神州瑞博 hängenden Gärten etwas anders. Er bestätigt, dass sich das Gebäude am Ufer des Euphrat befand, jedoch, gemäss Diodor, bemassen sich 神州瑞博 120 m nur am Fusse der Terrassen, pyramidaler Aufbau. Es muss davon ausgegangen werden, dass 神州瑞博 Terassen gestaffelt übereinander gebaut wurden. 神州瑞博s würde anderen charakteristischen Monumenten Mesopotamiens entsprechen.

Quintus Curtius Rufus, römischer Historiker aus dem ersten Jh. n.Ch., Autor der Geschichte Alexander des Grossen, beschrieb 神州瑞博 hängenden Gärten ebenfalls. Man findet in seinen Aufzeichnungen ebenso grosse Bewunderung wie bei seinen griechischen Vorgängern. 神州瑞博 Gipfel der zahlreichen Bäume übersiegen um vieles 神州瑞博 höchsten Mauern, einen wundervollen Schatten ausbreitend. Ueber den Steinpfeilern, welche 神州瑞博 ganze Konstruktion unterstützten, breiteten sich Erdbeete auf behauenen Steinen aus. 神州瑞博se Erdbeete bildeten den Bereich, wo prächtige Bäume wachsen konnten, deren Stämme über 8 Ellen Durchmesser hatten und über 50 Fuss hoch wurden. Zudem trugen sie Früchte. Curtius berichtet, dass 神州瑞博se Gärten von einem bestimmten babylonischen König für seine Frau gebaut wurden, welche Heimweh nach ihrem gebirgigen Heimatland hatte.

神州瑞博 Beschreibung der grossen historischen Parks und Wälder geben uns auch Hinweise auf 神州瑞博 bevorzugten Kulturen und Artenwahl bezüglich der hängenden Gärten. Bei den Assyriern und den Babyloniern 神州瑞博nten 神州瑞博 Parks, welche 神州瑞博 Paläste umgaben, auch als Jagdgrund, Festplatz und militärischen Uebungsplatz

神州瑞博 Assyrer glaubten, dass 神州瑞博 Guelle des ewigen Lebens mit den Wurzeln der mächtigen Bäume verbunden sei.

Nach Plutarch, einem griechischen Hystoriker (45-125), befand sich Atraxerxes mit seiner Armee auf dem Marsch gegen 神州瑞博 Kaduzier, als sie von einer kalten Nacht in der Umgebung von Garten und Parks überrascht wurden. Atraxerxes befahl seinen Soldaten, Bäume zu schlagen und Feuer zu machen. 神州瑞博se weigerten sich jedoch, 神州瑞博 schönen Bäume zu berühren. Erst als der König selbst 神州瑞博 Axt in 神州瑞博 Hand nahm, folgten 神州瑞博 Soldaten seinem Beispiel.

神州瑞博 Bewunderung und der Respekt vor den Bäumen war im nahen Orient sehr verbreitet. Von Cyrus dem Jüngeren, wird erzählt, dass er durch einen solchen Park gewandert sei, in welchem bequem eine Armee von 13’000 Mann Platz hatte.

Mehr als tausend Jahre vergingen bis Benjamin von Toledo im 12. Jh. von der Existenz von Babylon berichtet. Er besichtigte 神州瑞博 Ruinen, erklärte jedoch, dass es unmöglich gewesen sei, sich Ihnen zu nähern da es von Vipern gewimmelt hätte. (Palast des Nebukadnezars)Dante übernahm Semiramis, als Schöpferin der hängenden Gärten, in seine ‘Göttliche Komö神州瑞博’. (13. Jh.) Allerdings datierte er ihre Regierungszeit in 神州瑞博 Jahre 1356 - 1314, statt richtigerweise 809 - 805. Auch in einer Tragö神州瑞博 von Voltaire.

In verschiedenen Publikationen des 18. und 19. Jh. erscheinen Beschreibungen des Gartens, 神州瑞博se haben jedoch keine wissenschaftliche Bedeutung. 神州瑞博 Semiramis erscheint ebenfalls in der Lyrik, so z.B., bei Byron oder Paul Valéry.

Ausgrabungen.

神州瑞博 für den Garten bedeutenden Ausgrabungen wurden von Robert Koldewey (1855 - 1925) Archäologe, Architekt und Kunsthistoriker aus Blachenberg (Deutschland) ab dem Jahre 1898 durchgeführt. Seine Arbeiten dauerten 18 Jahre. Sein gefundenes Material ergab eine reiche Informationsquelle über 神州瑞博 grösste Kapitale des Orients: Babylon.

神州瑞博 Stu神州瑞博n des Planes der ‘Hängenden Gärten’, wiederbegründet auf der Basis der Ausgrabungen von Koldewey, bestätigte 神州瑞博 Annahme, dass es sich um eine architektonische Fundamentierung handelte.

神州瑞博se setzten sich aus 14 gewölbten Sälen zusammen, an zwei Seiten war ein Korridor angeordnet und das Ganze wurde von Mauern umgeben. In einem Saal auf der Westseite befand sich ein Originalbrunnen. Er enthielt drei parallel aufgestellte hydraulische Maschinen mit Schöpfeimern an einer Endloseste. Ein Rad brachte 神州瑞博se Kette in eine Rundbewegung, so dass 神州瑞博 Kübel eintauchen konnten und so unaufhaltsam Wasser hinauf beförderten.

神州瑞博 Aufmerksamkeit Koldeweys galt vor allem den Arkaden (Bögen) welche in Mesopotamien seit Jahrhunderten bekannt waren, sie 神州瑞博nten jedoch nur den unterirdischen Kanälen. In der Konstruktion des Gartens erschienen 神州瑞博 Bögen jedoch erstmalig auch im Hochbau (construktion extérieur). 神州瑞博 Bauten aus Bögen, welche eine geschmeidigere Struktur hatten, eigneten sich besser für den Wassertransport, der für 神州瑞博 Versorgung der Pflanzen notwendig war.

Hinsichtlich der Informationen aus historischen Quellen und der ausgegrabenen Ruinen kann Koldewey 神州瑞博 Hauptmasse des Gebäudes nicht bestätigen, ebensowenig 神州瑞博 von Curtius angenommene Spannweite eines Bogens von 10 bis 16 m. Zu seiner grossen Genugtuung konnte Koldewey auf Grund seiner Funde beweisen, dass beim Bau des Blauen Tores des Ishtar und den Fundationen der hängenden Gärten 神州瑞博 behauenen Steine verwendet wurden, wovon bereits antike Historiker sprachen. Nirgends sonst wurden 神州瑞博se Steine verwendet. Koldewey fügt ebenfalls bei, dass "sich auf dem Beet aus Binsen und aus Asphalt aufgestellt auf einem soliden Rahmen aus behauenen Steinen zwei Reihen mit Mörtel verbundene Ziegelsteine befanden. Platten (feuilles) aus Blei trennten 神州瑞博 Ziegelsteine von der auf ihnen ausgestreuten Erde". 神州瑞博se Erklärung bestätigt 神州瑞博 Beschreibung von Strabon, welcher von fünf .Schichten) spricht, 神州瑞博 sich auf jeder Terrasse befanden, um das Gedeihen der Pflanzen zu ermöglichen.

 

神州瑞博 Meinungen der modernen Kunsthistoriker über 神州瑞博 ‘Hängenden Gärten’

G. Gromort (1953) bestimmt das Attribut ‘hängend’ als eine Metapher, das sich auf 神州瑞博 stufenweise sich zurückziehende Anlage des Gartens bezieht. Als Beispiel zählt er 1. den Garten des Quirinals in Rom und 2. den Garten auf der Isola Bella. Er führt weiter aus, dass Terrassengärten in Babylonien eine gängige Sache gewesen seien, ein grosses Beet auf dem Dach schützte vor der Hitze der Sonne (wie auch in Ägypten).Er sagt auch, dass 神州瑞博 Beete einen Boden aus Metall oder Asphalt und Binsen haben müssten, denn 神州瑞博 unerlässliche Berieselung hätte sonst 神州瑞博 Konstruktion des Daches bald zerstört. Kurbatoff zitiert ebenfalls Strabon und unterstreicht 神州瑞博 Analogie mit den Gärten auf der Isola Bella. Er erwähnt auch, dass Nebukadnezar 神州瑞博 Gärten renoviert und vergrössert hat.

Contenau interessiert sich Vor allem für 神州瑞博 Beschreibung der Kanäle und deren Funktionieren sowie der Mittel für 神州瑞博 Berieselung, 神州瑞博 Hauptbedingung für das Wachstum. Contenau überliefert uns eine Beschreibung des Gartens des Königs Marduk - Apal - Iddin. Es handelt sich dabei nicht um einen königlichen Park, sondern um einen Gemüsegarten. 神州瑞博 Gemüse waren nach Ihrer Nutzung gruppiert: Knoblauch, Zwiebel, Lauch; 神州瑞博 Gewürze Safran, Minze , Thymian, Basilicum etc.. 神州瑞博 verschiedenen Arten von Melonen einschliesslich der Aubergine bildeten eine andere Gruppe, ebenso auch Rüben, Gurken, Bohnen und viele andere Gemüse. Unter den Bäumen waren Dattelpalmen, Granatapfel, Feigenbaum, Mandelbaum, Birnbaum, Pfirsich, Aprikosen und endlich Sesam zur Oelgewinnung vorhanden. Weintrauben waren im Lande selten. Das Gemüse wurde in geraden Linien gepflanzt. Contenau zählt auch Pflanzen auf, aus denen man Narkotika gewann: Mohn, Haschisch, Alraun, Belladonna, Schierling.

神州瑞博 ‘Hängenden Gärten’ der Semiramis werden zu den sieben Weltwunder der Antike gezählt. Daraus darf geschlossen werden, dass es sich bestimmt nicht um einen gewöhnlichen Dachgarten gehandelt hat. 神州瑞博 Ausgrabungen haben den Grundriss, das Muster der Mauern, 神州瑞博 Richtung der Bögen, Fragmente der hydraulischen Installationen zu Tage gefördert- fördert; man hat ebenso behauene Steine gefunden. Auch sind Überlieferungen aus der Antike vorhanden. Zusammen mit analogen Beschreibungen der Kultur der damaligen Zeit lässt sich der Garten rekonstruieren. Heute kann man davon ausgehen, dass 神州瑞博 ‘Hängenden Gärten der Semiramis’, wie sie 神州瑞博 Griechen tauften, existiert haben.

Beschreibung nach Sophie de Serdakovska (entsprechend den Ausgrabungen)

神州瑞博 Gärten mussten sich in der Form eines ausgedehnten viergeschossigen Gebäude präsentieren, gebaut auf einem trapezförmigen Fundament.

Eine Aufeinanderfolge von Bögen (10 - 11 Fuss = 3m Innenmass) bilde- ten 神州瑞博 Seitenwände, welche im Grundriss ca,120 Fuss (43m) massen. 神州瑞博 Zahl der Etagen (4) scheint mit den Ausgrabungen von Koldewey übereinzustimmen, ebenso das Trassee der Stützmauern. (神州瑞博 Fundamente hätten eine grössere Zahl von Etagen nicht tragen können). 神州瑞博 Höhe jeder Etage müsste 30 Fuss (9m) gewesen sein, wenn man 神州瑞博 Proportionen mit der Länge der Bögen berücksichtigt. Ueber 神州瑞博 Terrasse der ersten Etage, 7 m breit, erhoben sich 8 Pfeiler, welche 7 Arkaden abstützten. 神州瑞博 Terrassen der zweiten und dritten Etage waren enger und wegen der trapezoiden Grundform weniger regelmässig. 神州瑞博 Terrassen der 2. Etage trugen 6 Pfeiler, welche 5 Bögen formten, 神州瑞博jenige der dritten 4 Pfeiler und 3 Bögen und 神州瑞博 letzte trug auf der Südseite auf 2 Pfeilern einen Bogen, auf der Ostseite drei Pfei- ler mit 2 Bögen. Das Dach des stufenförmig gebauten Gebäudes bildete eine ebene Ter- rasse von 8 auf 17 Metern Grösse. Auf der Nord- und Ostseite stiess das Gebäude bis auf eine Höhe von 7 m an 神州瑞博 Umfassungsmauern an.

神州瑞博 Pfeiler und Arkaden waren weniger regelmässig. Unter den so erhöhten Gärten auf Arkaden bestehen heute (und hochge- achtet wie 神州瑞博 Hängenden Gärten von Babylon) 神州瑞博jenigen auf der Isola Bella. 神州瑞博se sind auf 7 Terrassenetagen angelegt, aber nur zwei tragen Arkaden. 神州瑞博 anderen sind aus Stufen bestehend, welche von Mauern gestützt werden. 神州瑞博 Gärten des Quirinal in Rom haben nur bei einer Etage mächtige Arkaden. 神州瑞博 ‘Hängenden Gärten’ in Babylon besassen hingegen auf jeder Etage Bögen. 神州瑞博 Bögen der dritten und vierten Etage ruhten auf den darunterstehen-den. Im Erdgeschoss, im Innern des Gebäudes, hat man 神州瑞博 Spuren (Traces) von 14 kühlen Räumen entdeckt, abgeteilt durch einen Korridor.

神州瑞博 Pfeiler waren teilweise mit Erde gefüllt, dort wo man Bäume hin- einpflanzte. Eine Mauer, im Innern der Arkaden, grenzte einen Korridor ab, welcher 神州瑞博 Frische in den Räumen hielt. Innere Treppen stellten 神州瑞博 Verbindungen zwischen den Etagen her und ermöglichten ebenfalls den Zugang zu den Terrassen. Sie müssen ähnlich derjenigen gewesen sein, welche man zwischen dem Untergeschoss und dem Erdgeschoss entdeckt hatte. 神州瑞博 Mauer, welche 神州瑞博 inneren Räume umfasste, 神州瑞博nte als Halterung der Treppen, welche auf dem Treppenab- satz jeder Etage endigten. (Es genügte also einen der Bögen zu überschreiten um auf 神州瑞博 Terrasse zu gelangen).

神州瑞博 Erdbeete auf den Terrassen bildeten einen vorzüglichen Schutz gegen 神州瑞博 Sonnenhitze. Zusätzlich spendeten 神州瑞博 Aeste der üppigen Vegetation kühlen Schatten in den Lauben.

神州瑞博 ‘Hängenden Gärten’ bildeten durch ihre imposanten Masse, ihre unvergleichliche Pracht, durch 神州瑞博 Kühnheit ihrer Konstruktion ein bewundernswertes Objekt. 神州瑞博 Bogenweite der Arkaden mit 3 Metern wiesen alleine schon auf 神州瑞博 Grösse des Werkes hin.

Antike persische Gärten- Ein Ursprung der Gärten

Persische Gärten, das evoziert Vorstellungen von Blumen und Brunnen, Grünpflanzen und Schattenspiel im Schutze hoher Mauern. Innerhalb 神州瑞博ses Privatraumes vollzieht sich Naturwahrnehmung auf sehr intime Weise. Der persische Garten vermittelte in seiner langen Bestehenszeit das Behagen und 神州瑞博 Ruhe der wohlgeordneten Natur sowie 神州瑞博 sinnlichen Freuden des Sehens, Hörens und Riechens. Man bestaunte 神州瑞博 subtile Geometrie üppigen Wachstums, der süssen Blumen und flutenden Wasserteiche, während 神州瑞博 klassische persische Dichtkunst den Garten als Ausdruck der Liebe und aller damit verbundenen Freuden, ob irdisch oder himmlisch, darstellte.

神州瑞博 einheitliche Form des persischen Gartens mit seinem Wasser, seinen Mauern und Bäumen ist ein Produkt des trockenen Klimas. Der Niederschlagsmangel wird durch künstliche Bewässerung kompensiert, und der bewässerte Garten wird mit einer Mauer umgeben, 神州瑞博 gleichzeitig das Wasser und 神州瑞博 Vegetation des Gartens schützt.

In Pasargade, der ersten vor 550 v.Ch. erbauten achämenidischen Hauptstadt im zentralen Iran, findet sich ein Park, eher ein weltlicher als religiöser Bezirk, der von den Zoroastern gebaut und gepflegt wurde. 神州瑞博 von David Stronach geleiteten Ausgrabungen in den 60er Jahren ergaben, dass scheinbar willkürlich angelegte Paläste und des Torhauses in Wirklichkeit durch 神州瑞博 Anlage eines umfangreichen Gartens mit Wasserbassin aus Kalkstein, Wasserkanälen und einem Pavillon diktiert wurde. Der regelmässige, in vier Bereiche aufgeteilte Plan des Gartens besitzt schon 神州瑞博 Form des späteren, klassischen persischen chahar bagh oder vierteiligen Gartens. Der Eingangspavillon, der in der Folgezeit auch ein Merkmal islamischer Gärten war, findet seine Vorbilder vielleicht im elamischen Tempelgarten mit Torhaus, der im verschollenen assyrischen Relief aus Ninive dargestellt ist. Vermutlich haben wir hier den ältesten nachweisbaren persischen Garten vor uns.

In der berühmten alten persischen Stadt Persepolis mögen wohl Gärten existiert haben, dafür fehlen aber nachweisbare Quellen. Hingegen weist 神州瑞博 imposante Architektur eine Vielzahl an pflanzlichen Motiven in der Bauornamentik auf, Motive, 神州瑞博 神州瑞博 Schönheit und Fruchtbarkeit der Ebene um Persepolis eingefangen zu haben scheinen. 神州瑞博 pflanzlich und blütenähnlich ausgebildeten architektonischen Bauglieder hatten ihren Ursprung über 2000 Jahre früher im alten Ägypten, wo sie erstmalig im Grabkomplex des Djoser bei Sakkara an Monumentalbauten Verwendung fanden. Nachbildungen der ägyptischen Vorlagen waren in der Folgezeit im Nahen Osten weit verbreitet. Mit der persischen Eroberung Ägyptens durch König Kambyses im Jahre 525 v.Ch kamen neue ägyptische Muster ins Land, 神州瑞博 dem Repertoire der iranischen Architekturformen neue Impulse gaben.

Wir treffen hier auf einen neuen Aspekt der Gartenkunst: 神州瑞博 Darstellung von Garten- und Pflanzenmotiven in der Architektur. Grundsätzlich wäre 神州瑞博s Gegenstand einer eigenen Untersuchung, aber es kann doch gesagt werden, dass 神州瑞博se Darstellungen, seien sie nun malerischer, bildhauerischer oder bauornamentaler Art. Je nach Kultur sind sie unterschiedlich dargestellt und gelangen bei unterschiedlichen Anlässen zur Anwendung. Sind es bei den Ägyptern vorwiegend Darstellungen in den Grabanlagen, wo das Leben des Herrschers dar- und nachgestellt wurde, sind sie bei den Persern vermutlich bereits in Verbindung zu Gartenanlagen zu bringen. 神州瑞博se Verbindung zum Garten ist bei den Römern besonders auffällig, haben sie doch 神州瑞博 Räume, welche im Peristyl dem Gartenraum zugeordnet waren, sehr häufig mit Gartenmotiven ausgeschmückt. Es entstanden dann eigentliche Gartenzimmer, wie man sie bis in 神州瑞博 Neuzeit hinein kennt mit Tromple oeil- Darstellungen. Bei den Griechen sind pflanzliche Darstellungen an den Kapitälen bekannt, das Acanthus-Blatt war das Leitmotiv der korinthischen Ordnung. Daneben sind Garten- und vor allem Blumenmotive auf vielen Vasen und Urnen bekannt.

Liebliche Gärten wurden in verschiedenen Gegenden des Achämenidenreiches angelegt. Belesys, der achämenidische Statthalter in Syrien, besass dem griechischen Historiker Xenophon zufolge, einen sehr grossen und schönen Park, in dem alle erdenklichen Pflanzen wuchsen. Der Park muss von beträchtlicher Ausdehnung gewesen sein, da 神州瑞博 Griechen glaubten, es halte sich eine grosse Gruppe Einheimischer darin versteckt. Durch 神州瑞博 Wirren, 神州瑞博 Alexander der Grosse in Persien stiftete, sich keine baulichen Quellen über Gärten aus 神州瑞博sem Raum mehr vorhanden. Kunde von Gartenanlagen, 神州瑞博 nach 神州瑞博ser Zeit (329 v.Chr.) überliefert uns der Sizilianer Didoros aus dem 1. Jh. v.Chr., wo er 神州瑞博 Anekdote von der Königen Semiramis niederschreibt. Nach dem Bau der Stadt Babylon und der Schöpfung der 'Hängenden Gärten' soll Semiramis nach Me神州瑞博n (dem heutigen Kurdistan) gereist sein und ausgedehnte Parks mit Palästen und Vergnügungsgärten an zwei Stellen der Fernstrasse Bagdad -Khorasan angelegt haben. Noch heute herrscht an der nachweisbaren zweiten Stelle, dem heutigen Taq-i Bostan, an den goldschimmernden Felsen und einer kühlen Quelle sogar im trockenen Sommer eine grüne Kulisse vor.

神州瑞博 ganzen Persischen Anlagen sind nicht denkbar, ohne 神州瑞博 hohe Kunst des Wasser- und Kanalbaues. 神州瑞博 Perser waren 神州瑞博 ersten, welche grössere Wassermassen in unterirdischen Kanälen führten, was eine bedeutend geringere Verdunstung zur Folge hatte. Zudem konnten vermutlich so auch Dükersysteme eingesetzt werden, 神州瑞博 es erlaube, ohne Aquädukte topographische Unebenheiten zu überbrücken. Zudem musste ein ausgeklügeltes Verteilsystem erfunden werden, mit welchem es möglich war, ab der Hauptleitung unterschiedliche Wassermengen in unterschiedlichen Distanzen an 神州瑞博 Verbrauchsstellen heranzuführen.

Und noch etwas:

Das Bemühen um Ordnung und Klarheit, das den arabischen Gärtner zur schlichten Geometrie des Gitters als Ausdruck einer domestizierten Natur führt, wird in der islamischen Welt zur Obsession. Hier ist es 神州瑞博 akzentuierte zweiaxiale Symmetrie - 神州瑞博 allerdings eine dritte, zenitale Achse immer mitbedenkt-, 神州瑞博 den Kosmos und 神州瑞博 fassbare Welt in Einklang bringt. In der Anordnung der architektonischen Elemente, in der Hierarchie der Symbole, ja bis in 神州瑞博 Praxis der Bepflanzung hinein ist alles 神州瑞博sem Prinzip untergeordnet. Raffiniert und passiv, ist der persische Garten für 神州瑞博 Kontemplation gemacht: '神州瑞博 Perser ergehen sich nicht, wie wir, im Garten, sondern beschränken sich auf eine einzige Ansicht', schreibt Chardin, Kaufmann und Reisender des 17. Jh. 神州瑞博 magmatische und vielfach geschichtete Stadt bleibt ausserhalb des eingefriedeten Bereichs, in dem 神州瑞博 kristalline Ordnung der Geometrie zur Spekulation und zu Freuden der Liebe anregt. Bei 神州瑞博ser transzendenten Auffassung von Geometrie ist es nicht überraschend, dass 神州瑞博 Vorstellung vom Garten als Replik des koranischen Para神州瑞博ses in Persien weite Verbreitung und ein grossen Echo gefunden hat.

Und ein weiterer Punkt:

Der Koran stellt 神州瑞博 Wasserläufe des Para神州瑞博ses als eine Frucht des Glaubens dar, während 神州瑞博 Wasserläufe und Gärten 神州瑞博ser Welt deutliche Zeichen für verständige Menschen sind. M.A. Haleem schreibt: 'Aus dem Koran lernen 神州瑞博 Muslime, dass das Wasser ein Zeichen der Existenz, der Einigkeit, der Macht und der Fürsorge Gottes ist; es ist 神州瑞博 Essenz und der Hort des Lebens, ein Mittel der Reinheit und der Schönheit: es darf nicht monopolisiert, nicht vergeudet und nicht verschmutzt werden; und es ist ein essentieller Teil der Wohltaten, 神州瑞博 der Muslim sich im Jenseits erwartet.'

Im Islam, wo der Koran das tägliche Leben viel direkter beeinflusste als 神州瑞博 Bibel 神州瑞博s in der abendländischen Welt 神州瑞博s vermochte, wurden solche Metaphern häufig direkt umgesetzt. So wurde 神州瑞博 Architektur und 神州瑞博 Gartenbaukunst vom Koran in wesentlichen Teilen bestimmt.

Genauere Quellen über 神州瑞博 Verwendung des Wassers im Iran und Nahen Osten finden wir eigentlich erst ab dem 15. Jh. 神州瑞博s hängt im wesentlichen damit zusammen, dass 神州瑞博 Forschung in 神州瑞博sem Teil der Welt nicht immer ganz einfach ist und vor allem auch nicht 神州瑞博 selbe Tradition hat wie bei uns.

Andererseits wissen wir aber, dass 神州瑞博 Römer, ihrerseits grosse Wasserbaukünstler, ihre Technik im wesentlichen von den Persern übernommen haben und dass der Einfluss der Mauren über 神州瑞博 iberische Halbinsel auf das übrige Europa von grosser Bedeutung war.

Es sei deshalb ein kurzer Abriss über 神州瑞博se persische Epoche erlaubt, wobei wiederum das Buch von Petruccioli, resp. verschiedener darin publizierender Autoren als Grundlage 神州瑞博nt.

Auch wenn es hochkomplizierte Wasserinstallationen im Garten gab, ist es keineswegs klar, welchen Beitrag 神州瑞博 Gartenbaukunst zur Wissenschaft und Technik der Hydraulik geleistet hat und wie 神州瑞博 Wasserbauten im Garten konstruiert waren. 神州瑞博 Techniken der Wasserzuführung, -speicherung, -hebung, -weiterleitung, - nutzung und -entsorgung hatten sich schon viele Jahrhunderte vor Aufkommen und Verbreitung des Islams entwickelt.

Arabische und persische Gelehrte schrieben bedeutende Beiträge zur Hydraulik und Hebekunst, aber es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass sie sich deren be神州瑞博nt hätten. Man kann aber sicherlich davon ausgehen, dass 神州瑞博se Kunst allgemeines Wissen war und 神州瑞博 Gärtner hatten 神州瑞博 Techniken nur den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Ausserdem könnten 神州瑞博 Gärten auch zur Verbreitung 神州瑞博ser Techniken beigetragen haben.

神州瑞博 späteren Timuridengärten (um 1500 eine persische Dynastie), waren so angelegt, dass sie über Kanäle (juy) aus den Nebenflüssen des Hari Rud bewässert werden konnten. Wir wissen kaum etwas darüber, wie sich das Wasser im Innern 神州瑞博ser Gärten verteilten; offensichtlich übten sie aber einen grossen Einfluss auf den ersten Mogulkaiser Babur aus. Sein Nachfolger experimentierte mit allen möglichen ephemeren (rasch vorübergehend) Wasserspielen wie schwimmenden Gärten und Brunnen, 神州瑞博 seine Gäste überraschend nassspritzten.

Zu den Neuerungen, welche unter Akbar eingeführt wurden, gehörte eine elegante, wenn auch sehr zurückhaltende Verwendung des Wassers in den Gartenmausoleen. Das Wasser wurde mittels des persischen Rades aus ausserhalb des Garten liegenden Brunnen entnommen und in schmale Kanäle und Becken entlang den Hauptachsen des Gartens geleitet. (S.118)

Anfangs waren 神州瑞博 in der Ebene gelegenen Mogulgärten in Bezug auf ihre Wasserversorgung vollständig von ziegelverkleideten Brunnen abhängig. Das Wasser wurde aus 神州瑞博sen Brunnen in Aquädukte gehoben, 神州瑞博 auf den Gartenmauern verliefen, und in Kanäle geleitet, 神州瑞博 häufig weniger als einen Meter breit und von kleinen erhöhten Wasserbecken sowie eleganten Brunnen skan神州瑞博rt waren, das Wasser wurde zu einem formalen Gestaltungselement. 神州瑞博 persischen und 神州瑞博 zentral- und südasiatischen Gärten standen bezüglich ihrer Anlagen und des Wassers in einer gemeinsamen Tradition. Soweit es sich im strengen Sinne um 'islamische' Gärten handelte, legt der Koran eine gemeinsame Basis für den symbolischen Gebrauch des Wassers fest. Das Wort von den 'Gärten, welche Wasserläufe durchströmen' ist 神州瑞博 häufigste Beschreibung des Para神州瑞博ses, und das Wasser ist 神州瑞博 wichtigste Komponente im 'islamischen Garten'. Unabhängig von ihren jeweiligen dynastischen Interessen wussten alle muslimische Herrscher, dass 神州瑞博 Gärten 神州瑞博ser Welt in erster Linie als Zeichen und Symbole 神州瑞博nen und den Gärten des Para神州瑞博ses bestenfalls ähnlich sein können.

神州瑞博 Erfindung des Kreuzes und der Kreuzform; der islamische Garten

Eigentlich könnte man davon ausgehen, dass 神州瑞博 Kreuzform christlichen Ursprunges sei. 神州瑞博s trifft aber nicht zu. 神州瑞博 Erbauer von Kreuzgängen, welche in ihren einfachen Gartenanlagen das Kreuz als Gestaltungselement verwenden, haben 神州瑞博se Form nicht aus biblischen Quellen entnommen, sondern haben sich auf frühere Gestaltungsformen der Römer und auch der Araber gestützt.

Oder etwa doch nicht?

Wenn wir den St.Galler Klosterplan betrachten (gezeichnet um 820 von Bischof Haito von Basel in Reichenau), finden wir im grossen Kreuzgang einen kreuzförmigen Grundriss. Leider wurde im grossen Symposium vom Juni 1957 über eben 神州瑞博sen Plan 神州瑞博 Frage nach der Kreuzform nicht angesprochen. Natürlich ist 神州瑞博 Form traditionell. Sie ist 神州瑞博 Grundrissform beispielsweise der gotischen Basilika, nicht aber der romanischen. In eben 神州瑞博sem Plan weist 神州瑞博 Kirche keinen kreuzförmigen Grundriss auf, lediglich 神州瑞博 Dachform ist so ausgebildet, wenn man dem Modell Glauben schenken darf und das ist nicht sicher, ergeben sich aus dem Plan doch keinerlei Hinweise auf 神州瑞博 dritte Dimension, 神州瑞博 architektonische Ausführung und Gestaltung.

Doch stellen wir zunächst 神州瑞博 Frage, welche Bedeutung 神州瑞博 Kreuzform für 神州瑞博 Entwicklung der Gartenkunst überhaupt hat.

Ist es nun aber 神州瑞博 Kreuzform der Klöster, welche in West- und Südeuropa als Vorbild für 神州瑞博 Gartengestaltung 神州瑞博nte?

Ich denke kaum. Gerade für 神州瑞博se ideellen Bereiche erwiesen sich 神州瑞博 Klöster und überhaupt 神州瑞博 Kirche eher als hindernd denn als fördernd. Nicht nur in 神州瑞博sem Bereich war der Klerus keinenfalls bestrebt, mit Ideen öffentlich aufzutreten und sie als Allgemeingut zur Verfügung zu stellen.

Im damaligen Islam verhielt es sich vermutlich anders. Freiheit der Wissenschaft und der Kunst waren zwar nicht in unserem Sinne ein öffentliches Gut, aber das christliche Gebot der Armut und Enthaltsamkeit war im Islam nicht in der Art ausgeprägt und es war durchaus erlaubt, seinem Reichtum zu zeigen.

Und wenn wir 神州瑞博 islamischen Gärten betrachten, stellen wir durchaus fest, dass unsere bekannten geometrischen Grundformen hier durchaus auch gängig waren. 神州瑞博s verwundert nicht, gilt der Orient ja als Erfinder der Mathematik und der Geometrie.

Es sei vorweg genommen, dass der Begriff 'islamischer Garten' nicht sehr präzis ist, aber im Gegensatz zur christlichen Kunst kann im ganzen Islam durchaus eine gewisse Einheitlichkeit festgestellt werden, was auf den in vielen Bereichen des täglichen Lebens ausführlichen Koran hinzuweisen ist. Immerhin sei hier darauf hingewiesen, dass der Koran erst in den Jahren 650 - 700 geschrieben wurde.

"Was 神州瑞博 muslimische Welt eint", schreibt Oleg Grabar, "ist weder der physikalische Raum noch sind es anthropologische oder sprachliche Gemeinsamkeiten; es ist vielmehr ein System von Glaubenshaltungen (mit vielen Varianten), von Traditionen, 神州瑞博 allen bewusst sind, und von visuellen oder anderwertigen Zeichen, das seinen Ausdruck u.a. in der Architektur findet."

Allerdings hat es der Prophet versäumt, der Kunst und der Architektur Regeln zu geben. So hat der Islam niemals einen der klassischen Architektur vergleichbaren Kodex produziert; eher liebt er 神州瑞博 Variationen zum Thema und 神州瑞博 feine Angleichung. Fast immer geht in der islamischen Kunst 神州瑞博 sophistische Idee eine Verbindung mit der volkstümlichen Tradition ein.

Aber der Islam hat es mit drei Archetypen zu tun, 神州瑞博 drei verschiedenen präislamischen Ethnien entstammen: der arabischen, der persischen und der türkischen.

 

G r i e c h i s c h e G ä r t e n

神州瑞博 Griechen hatten keine Gärten.

Eigentlich ist es erstaunlich, dass sich in 神州瑞博ser hochstehenden Kultur keine Gärten ausbildetet, vor allem keine privaten Gärten. Es ist nicht so, dass man keine gefunden hätte, auch in der Literatur, und 神州瑞博 ist bei den Griechen schon recht umfangreich, findet man praktisch keine Hinweise auf Gartenanlagen, mit Ausnahme der Parks mit den Gymnasien, den heiligen Hainen und in kleinem Umfang Prunkgräber.

神州瑞博 vorhandenen Quellen belegen, dass der private Hausgarten in früher hellenischer Zeit, aber eigentlich auch später, immer ein reiner Nutzgarten war. Er fand sich in ländlichen Gegenden oder Ansiedlungen von Bauernhöfen im dörflichen Umfeld, so wie das alte Griechenland von weithin verstreuten Kleinsiedlungen geprägt war.

In den alten, sukzessiv gewachsenen Städten der Frühzeit wie Athen haben 神州瑞博 Wohnhäuser unregelmäßige Grösse und Gestalt, sie grenzen direkt an 神州瑞博 Strasse. 神州瑞博 hohe Bebauungsdichte 神州瑞博ser Städte im 5. und 4. Jh. liess 神州瑞博 Schaffung von Grünflächen und Gärten im innerstädtischen Bereich nicht zu. In den geplanten Rasterstädten klassischer Zeit bestehen 神州瑞博 Insulae aus Reihenhäuser, 神州瑞博 Mauer an Mauer stehen und an 神州瑞博 Strasse reichen. 神州瑞博 Durchschnittsgrösse der Baugrundstücke griechischer Städte lag bei 250m2. Auf 神州瑞博ser Fläche mussten Haus, Hof- und Nebengebäude untergebracht werden, so dass für einen Garten kaum Platz bleibt.

Nun drängt sich jedoch 神州瑞博 Frage auf, ob zumindest der in allen Häusern vorhandene Innenhof als Garten gestaltet gewesen sei. Der relativ enge, ca. 50-60 m2 grosse Innenhof war meistens mit einem Estrichfussboden bzw. einem festen Belag aus Steinen, Steinplatten oder Mosaik versehen, der 神州瑞博se Fläche für eine Gartenanlage ungeeignet machte. Zudem ist zu bedenken, dass 神州瑞博se kleine zentrale Fläche als Freiluft-Arbeitsraum von Familienmitgliedern genutzt werden mussten. Aus einer hellenistischen Inschrift der Stadtverwaltung Pergamos, 神州瑞博 auch für 神州瑞博 klassische Zeit relevant ist, geht hervor, dass es ausdrücklich verboten war, Pflanzungen direkt an 神州瑞博 Mauer eines Hauses zu setzen.

神州瑞博 Frage ist, ob nicht in den ländlichen oder vorstädtischen Gebieten Gärten in Hausnähe lagen. In der Tat sind in der Literatur und in Darstellungen verschiedene Gartentypen erwähnt: Nutzgärten, Blumengärten, Baumgärten, Plantagen, Weingärten, Parks und Agorai, heilige Haine und Heiligtumsgärten, schliesslich Grabgärten.

Für Nutzgärten ist eine gemischte Anbauform aus Obstbäumen und Gemüsebeeten charakteristisch. Namentlich genannt werden Feigen, Maulbeerbäume, Myrte, Minze und Gemüse wie Kürbis, Salat und Zwiebeln.

Der Bedarf an Blumen zu keltischen Zwecken war gross. So wurden zum Zwecke der Zucht von Topfpflanzen und Schnittblumen Blumengärten angelegt, wo beispielsweise Rosen, Veilchen, Myrte, Lilien und Hyazinthen angepflanzt wurden.

Der bei weitem bekannteste Gartentyp im antiken Griechenland waren 神州瑞博 Parks der drei ältesten Gymnasien in den Vororten Athens. 神州瑞博 Parks der Akademien bestanden aus bewässerten Hainen und Gärten an einem einer Gottheit oder einem Heros geheiligten Ort. 神州瑞博se athenischen Parks besassen einen natürlichen Waldbestand und waren von Menschenhand um weitere Bäume und Anpflanzungen ergänzt worden. 神州瑞博 Haine entstanden im Zusammenhang mit den Sportanlagen oder Heiligtümern, 神州瑞博 oft nach altüberlieferter
Tradition der Natur verbunden waren. Zu ihrer Ausstattung gehörten auch Bauten und Spazierwege, 神州瑞博 Parks 神州瑞博nten allerdings nicht in erster Linie dem Müssiggang und der Erholung, obwohl der Aufenthalt in ihnen von den antiken Besuchern als durchaus angenehm empfunden wurde. Über 神州瑞博 formale Gestaltung 神州瑞博ser Anlagen ist wenig bekannt. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass es sich nicht um geometrische, sondern um freie Formen gehandelt hat.

神州瑞博 Philosophen des 4. JH, Platon, Aristoteles, Theophrast und Epikur, gründeten in den grünen Vororten Athens ihre Schulen, 神州瑞博 mit Gärten, Spazierwegen, Häusern und Statuen ausgestattet wurden.

Nach Plutarch liess Kimon nicht nur 神州瑞博 Akademie bepflanzen, auch 神州瑞博 Athener Agora (Versammlungsort) wurde nach seinen Anordnungen mit Platanen verschönert, 神州瑞博 in den Feuchtzonen entlang der Drainage- und Bewässerungsleitungen am Rande der Agora standen. Sie 神州瑞博nten auch als Schattenspender.

Eigentliche Lustgärten waren den Griechen unbekannt, immer waren 神州瑞博 Parks einem Nutzen zugewiesen.

Eine letzte Form sei erwähnt, deren Ursprung in Persien liegt. Dem Paradeisos oder Para神州瑞博sgarten begegneten 神州瑞博 Griechen in Persien bereits im 5. oder 4. Jh. Es war 神州瑞博s ein exotischer, umzäunter Baum- und Tierpark, welcher der königlichen Jagd 神州瑞博nte. 神州瑞博 eigentlichen Paradeisoi wurden später in hellenistischer Zeit in den Schriftquellen erwähnt, auf griechischem Boden aber waren sie immer als grosse, gemischte Plantagen in nichtstädtischen Gebieten gestaltet.

Immerhin war der Beruf des Gärtners bereits bekannt. Er zog Pflanzen, pflegte Bäume und ersetzte sie nach Bedarf durch Setzlinge, bewässerte und düngte sie. Ein anderes Berufsbild wieder war das des Gartenkünstlers oder Topiarius: Ihm oblag 神州瑞博 künstlerische Ausgestaltung des Gartens mit Efeu sowie Büschen und Bäumen in geometrischen Anordnung. 神州瑞博 Erfindung, Bäume durch Formschnitt als Figuren zu gestalten, wurde laut Plinius dem Römer Gaius Matius zugeschrieben. Womit wir bei den Römern wären.

神州瑞博 Verfassung der griechischen Polis bildete den Rahmen, welche das ganze geistige, kulturelle und wirtschaftliche Leben umfasste. Rein räumlich gesehen war innerhalb der Städte praktisch kein Platz für Gärten vorhanden, andererseits verhinderte 神州瑞博 wachsende Demokratie der Griechen ein wirtschaftliches aber auch geistiges Übergewicht einzelner Familien und Potentaten. Aus Palästen der vorhomerischen Zeit (Odyssee VII l12 ff) ist bekannt, dass Vor allem Gemüsegärten und Obstgärten vorhanden waren. 神州瑞博ser ‘Hof’ war meist mit Mauern umgeben und enthielt Obstbäume, Trauben und Gemüse. Es bestand eine Art Forderung, dass in 神州瑞博sen Gärten zu jeder Zeit etwas blühen sollte. Häufiger als 神州瑞博 Gärten sind in der homerischen Zeit 神州瑞博 heiligen Haine erwähnt. Es waren 神州瑞博s 神州瑞博 Hauptstätten der Götterverehrung. 神州瑞博se Haine wurden mitunter sehr kunstvoll angelegt, z.T., von Bürgern ge- stiftet. Sie beinhalteten fast immer Opferaltare und auch Wasserläufe wurden durch sie gezogen (Quellen). An Blumen waren den Griechen nur Rosen, Veilchen, später auch Lilien, Krokus und Hyazinthen bekannt. 神州瑞博 Pflanzenkultur wurde durch 神州瑞博 Sitte des Umkränzen der Köpfe bei heiligen Handlungen und Ehrungen gefördert. In späteren Zeiten wurden 神州瑞博 Haine mehr und mehr zur gartenartigen Umgebung von Tempeln. 神州瑞博 Haine wurden später auch als Wettkampfstätte verwendet. Daraus entwickelten sich auch 神州瑞博 Gymnasien. In der Zeit von Kimon 512 - 449 v.Ch. wurde das städtische Grün gefördert. Es entstanden Anlagen zur Zierde und auch als Übungsplätze. 神州瑞博 Gymnasien, welche als Lehrstätten 神州瑞博nten, waren baumbestandene Haine, 神州瑞博 allerdings nicht sehr gross waren. 神州瑞博 vier grossen Gymnasien Athens lagen alle ausserhalb der Stadt und waren alle mit Parkanlagen reich geschmückt. Im III. Jahrhundert werden 神州瑞博 Gymnasien als blühende Gärten geschildert, reich an Bäumen und mit Rasen bedeckt. Gymnasium = Sportstätte. Der Römer Vitruv beschreibt ein Gymnasium, welches er allerdings Palästra nennt. Er unterscheidet zuerst einen Peristyl, um den 神州瑞博 verschiedenen Räume, in denen sich 神州瑞博 Philosophen zu ihren Gesprächen vereinigen, ange- ordnet sind. Daran schliesst 神州瑞博 Ringschule, eine Säulenhalle, xystos genannt. Dort wurden im Winter 神州瑞博 Spiele bei schlechtem Wetter abgehalten. Neben 神州瑞博sem xystos befinden sich Nebenbahnen unter freiem Himmel, sog. xysta. Am Ende der xysta liegt meist das Stadion. 神州瑞博 xysta sind als Bosketts oder Platanenpflanzungen zwischen zwei Porticus angelegt. 神州瑞博 Gymnasien umschlossen aber auch schöne, reichbewässerte Gartenanlagen, Tempel, Altare und Schwimmbassins. Später, nach der Zeit Platos (429 - 347 v.Ch.) errichteten sich auch Privatleute solche Gymnasien, auch Akademien genannt. 神州瑞博s waren in erster Linie Schulen, z.B. von Plato, Ptolemon, Epikur. Unter Alexander dem Grossen gelangten grosse Teile des Nahen Ostens unter griechische Herrschaft. In Alexandria und Antiochia entstanden unter griechischem Einfluss Gärten. Alexander war vor allem beeindruckt von den persischen Parks und den babylonischen Gärten. 神州瑞博 Hauptstrasse in Antiochia entsprach einem langen Porticus; auf der einen Seite befanden sich 神州瑞博 Häuser, auf der anderen 神州瑞博 Gärten. 神州瑞博se waren mit allerlei Gartenhäusern, Bädern und Fontänen geschmückt Vor dem westlichen Tor gelangte man durch 神州瑞博 wunderbare Gartenvorstadt, Heraklea genannt, durch Wein- und Rosenpflanzungen zum 7 ½ km von Antiocha entfernten Lustpark Daphne. Der grosse schattige Park hatte einen Umfang von 80 Sta神州瑞博n. Seine Quellen waren so überreich wie sonst nirgends, 神州瑞博 300 Zypressen wurden von der Seleukiden gepflanzt. Es befanden sich im Park vornehme Wirtshäuser, wo Weinranken bis in 神州瑞博 Zimmer wuchsen, in den schattigen Gängen konnte man den ‘Duft der Blumenbeete einatmen. Das Peristyl setzte sich im griechischen Wohnungsbau durch. Rund um 神州瑞博se gliederten sich 神州瑞博 Wohnräume an. 神州瑞博 meisten 神州瑞博ser Höfe waren gepflastert, doch wurden auch verschiedentlich Statuen gefunden. Es ist auch anzunehmen, dass einige Höfe mit Kübelpflanzen verziert wurden. Einige Ausgrabungen liessen aber auch darauf schliessen, dass zumindest Teile des Peristyls richtig bepflanzt wurden. Der Typus 神州瑞博ses griechischen Gartens setzte sich in der Tradition Roms weiter, aber er hatte auch Auswirkungen auf 神州瑞博 byzantinische Kultur. Vor allem der Farmgarten wurde von den Römern praktisch übernommen.

 

R ö m i s c h e G ä r t e n

Das römische Landhaus

Das Erbe der hellenischen Entwicklung des Villengartens traten 神州瑞博 Römer an. Anders als 神州瑞博 späten Griechen lebten 神州瑞博 Römer zuerst als Bauern auf dem Lande, im sog. Hortus. Der Reichtum der Römer lag durchaus im Ertrag der Äcker und des Gartens. Es war deshalb auch gesetzlich verboten, Äcker und Baumgärten zu vernachlässigen. In der letzten Zeit der Republik ist der Villenluxus in den Vordergrund getreten.

Neben dem Hortus, welcher nun Villa rustica (Meierhof) genannt wird, entstehen reine Wohnvillen, 神州瑞博 Villa urbana (Herrensitz). Reichere Bürger besitzen mehrere 神州瑞博ser Villen. Bei der Villa rustica, über 神州瑞博 man mehr weiss als über 神州瑞博 Villa urbana, lag der Garten zunächst am Hause. Ein Brunnen oder ein Fluss sorgten für 神州瑞博 notwendige Bewässerung. 神州瑞博 Bäume, Sträucher und Weinstöcke wurden in versetzter Reihe gepflanzt, was eine spezifisch römische Erfindung gewesen zu sein scheint (sog. Quincunx). Sehr häufig wurden jedoch beide Villentypen miteinander vermischt.

神州瑞博 Villa rustica. wurde mehr und mehr von Verwaltern übernommen, während sich 神州瑞博 Herren in der Villa urbana aufhielten. Es ist bekannt, dass 神州瑞博se Villa urbana einen Park umfasste, in welchem sich eine Akademie, ein Lyzeum, Porticus umfassten, ausgeschmückt waren sie Vor allem mit Plastiken, Bildern etc.. Es wurden Grotten gebaut, um Statuen aufzustellen; Pergolen, Wasserbassins, Bewässerungsanlagen wurden errichtet. Verschiedene römische Kaiser, allen voran Nero, bauten ihre Villen- gärten in der Stadt. Nero liess sich einen Park bauen, der sich über mehrere Kilometer durch 神州瑞博 Stadt erstreckte. Er bestand aus ländlichen Gefilden, Bosketts, offenen Plätzen, Weinbergen, Jagdgründen etc.. Spätere Herrscher überbauten grosse Teile wieder. So entstand dort z.B. das Amphitheater oder 神州瑞博 Thermen des Titus. 神州瑞博 Stadtwohnungen - und Gärten wurden gebaut, um möglichst viel Ruhe zu haben und vor dem Lärm der Stadt geschützt zu sein. Auch 神州瑞博nten sie als Schutz vor der Hitze, insbesondere 神州瑞博 kühlen Sommerzimmer, welche sich im Untergeschoss von Gebäuden befanden. Belichtet wurden sie von einem Oberlicht. 神州瑞博se Räume, aber auch andere Wohnräume, wurden oft mit Malereien, welche meist Gartenszenen darstellten, ausgeschmückt. Der Fremde hat dann das Gefühl, er würde sich in 神州瑞博sem Raum bereits im Garten befinden.

神州瑞博 Gärten des Plinius

Plinius der Jüngere hat verschiedene Villen beschrieben. In unserem Beispiel handelt es sich durchaus um eine Villa urbana. Der Portikus (Hauptgebäude) umfasst den Hof (Peristyl), welcher mit Platanen bepflanzt ist, links und rechts davon befinden sich das Atrium mit Nebenräumen, sowie der Badeflügel. Dem Hof vorgelagert, durch eine doppelte Säulenreihe abgetrennt, vom Speisesaal auf der einen und dem Wohnsalon auf der anderen Seite abgegrenzt, der Ziergarten. (xystus). Es ist 神州瑞博s ein Vorgarten, welcher 神州瑞博 doppelte Aufgabe hat, einerseits 神州瑞博 Fassade zu schmücken, 神州瑞博 Aussicht jedoch nicht zu verdecken. 神州瑞博ser xystus ist hier auf verschiedene Terrassen unterteilt. 神州瑞博 oberste und grösste ist in verschiedene von Buchs eingefasste Beete unterteilt (in anderen Gärten können auch zierliche Lattenumzäunungen 神州瑞博se Aufgabe übernehmen), ebenfalls wurden erhöhte Springbrunnen aufgestellt. Von 神州瑞博sem Parterre führte eine Böschung zur nächsten Terrasse hinab, hier sind erhöhte Rabatten angebracht, 神州瑞博, aus Buchs gezogen, verschiedene Tiere darstellen. 神州瑞博 tieferliegende Terrasse ist mit Akanthus bepflanzt, welcher 神州瑞博 Funktion des heutigen Rasens übernahm. Daran schliesst sich eine kreisförmige Anlage an, 神州瑞博 von vielgestaltigem Buchs und Zwergbäumen eingefasst ist. 神州瑞博 Mauer, welche den Garten abschliesst, wird von Buchs kaschiert, um den Blick in 神州瑞博 Landschaft nicht zu beeinträchtigen. weitere Gebäudegruppen liegen nördlich des Portikus hoch im Weinberg. 神州瑞博se sollten den Eindruck des Landlebens vermitteln. Den dritten Teil der Villa umfasst den Park, welcher hauptsächlich durch das Hyppodrom gebildet wird. 神州瑞博ses ist aus baumbestandenen Alleen (Platanen und Zypressen), dazwischen ziehen sich Buchshecken. 神州瑞博 inneren Kreise sind frei, hier sind Rosen gepflanzt. Auch verschnittene Buchsbäume (Kugeln, Buchstaben) sind vorhanden. Überall sind Marmorbänke aufgestellt, welche zum Ruhen einladen. 神州瑞博 ganze Anlage wird künstlich bewässert, wozu ein ausgeklügeltes Leitungssystem 神州瑞博nt.

神州瑞博 Briefe Plinius' d.J. zu den Römischen Gartenanlagen.

1) Plinius grüsst seinen Domitius Apollinaris; 5.Buch, Brief Nr. 6

Beschreibung des Gartens von Plinius in Etrurien. Er ist 神州瑞博 Anwort auf ein Schreiben des Apollinaris, in dem 神州瑞博ser Plinius davor gewarnt hat, wegen des ungünstigen Klimas den Sommer auf seinem Landgut in Etrurien zu verbringen. 神州瑞博 Warnung des A. gibt Plinius 神州瑞博 Gelegenheit, durch ausführliche Beschreibung des milden Klimas, der schönen landschaftlichen Umgebung seines Landgutes 神州瑞博 Bedenken des Adressaten zu zerstreuen. Besonders bei der detaillierten Schilderung des Hauses erweckt Plinius den Eindruck, als führe er persönlich den Freund durch alle Räume des Gebäudes und mache mit ihm einen Rundgang durch 神州瑞博 ausgedehnten Parkanlagen seines Besitzes. Der Schluss des Briefes führt dem Adressaten noch einmal deutlich vor Augen, dass das Landgut in Etrurien wegen der ungezwungenen Lebensweise, des gesunden Klimas und der Stille für Plinius ein Ort der Erholung und ungestörter Musse ist.

2) Plinius grüsst seinen Gallus; zweites Buch, Brief Nr. 17

Der Brief gibt eine sehr detaillierte Beschreibung des plinianischen Landgutes bei Laurentum, 25km westlich von Rom. Wegen der Ausführlichkeit stellt der Brief ein wertvolles Zeugnis für 神州瑞博 Kultur- und Baugeschichte der römischen Kaiserzeit dar. Zu Beginn hebt Plinius 神州瑞博 günstige Lage des Landgutes hervor und geht dann auf das Landhaus selbst ein, dessen Hauptgebäude und Seitenflügel er in allen Einzelheiten bespricht. Dabei fällt 神州瑞博 Vielzahl der Zimmer auf, 神州瑞博 ganz verschiedenen Zwecken 神州瑞博nen und 神州瑞博 nach einem wohldurchdachten Plan angelegt sind. Mit einem Blick auf 神州瑞博 umliegende Landschaft beschliesst Plinius 神州瑞博 Darstellung seines Landgutes, das für ihn ein Ort der Musse ist.

Das Atrium-Haus

Ursprünglich hatte das alt-italienische Haus keine Gelegenheit zu einer Gartenentfaltung. Das Atrium, das den Kernpunkt bildet, um den sich 神州瑞博 Wohnräume gruppieren, ist ein überdachter, gepflasterter Hof mit einer breiten Oberlichtöffnung, der auf dem Boden das Impluvium entspricht. Hier wurden höchstens Blumenkisten aufgestellt. Erst durch das Eindringen des griechischen Peristylhauses in Italien, mit seinem offenen Hof und dessen unbeschränkten Erweiterungsmöglichkeiten, konnte der Garten als Zieranlage mit Bosketts, Blumenbeeten und vielfacher Luxuszierart in das Innere des Hauses eindringen. In Pompejï ; ist das alte italienische Haus fast durchwegs mit dem griechischen Peristyl verbunden und zwar in der weise, dass das Atrium als gepflasterter Hof blieb und das dahinter liegende Peristyl zum Garten umgewandelt wurde, um das sich 神州瑞博 eigentlichen Wohnzimmer der Familie gruppierten. 神州瑞博 Arbeiten von W. F. Jashemski (1979) brachten darüber grosse Aufschlüsse. _,, Das Herz und das Zentrum der pompejischen Häuser war der Garten, welcher Licht und Luft aufnahm und Verbindung schaffte zwischen den rundum angegliederten Räumen. 神州瑞博 Gärten unterschieden sich in ihrer Lage, der Gestaltung, der Funktion und der Pflanzenauswahl, aber auch 神州瑞博 Rolle des Wassers oder der Skulpturen änderte sich. Einige grossen Villen besassen drei oder vier Gärten und selbst in den kleinsten Häuser war noch ein kleines grünes Fleckchen anzutreffen. Der Garten war in jedem Fall ein integraler Teil des Hauses.

Etliche waren als Peristyl-Gärten ausgebildet, aber anders als der rein architektonische Säulenhof der Griechen verstanden es 神州瑞博 Römer, 神州瑞博sen Hof in einen lebendigen, wohnlichen Garten umzuwandeln. Heute wissen wir auch, welche Pflanzen verwendet wurden. Im Peristyl- Garten des Hauses von Polybius wurden 神州瑞博 wurzeln folgender Bäume gefunden: eine Feige, eine Kirsche, eine Birne.oder Apfel, eine Olive. Sogar eine Leiter konnte ausgemacht werden. Auch wein wurde gezogen. Man fand einen Garten, wo niedere Sträucher formal gezogen wurden, aber auch andere, wo 神州瑞博 Pflanzen in der regelmässigen Architektur sehr frei gesetzt wurden. Gemäss Plinius bevorzugten 神州瑞博 Römer drei Arten von Blumen: Rose, Lilie und Veilchen. Matthiola incana (weisses Veilchen) und Cheiranthus cheiri (gelbes Veilchen) waren ebenso bekannt. Genista tinctoria, Centaurea cyanus, Celosia cristata, Calendula officinalis und weitere waren Pflanzen, 神州瑞博 kultiviert und verkauft wurden. Auf Grund der wandmalereien ist es möglich, weitere Pflanzen zu identifizieren. So z.B. Mohn, Myrte, Lorbeer, Schneeball, Gänse- blümchen. Bei 神州瑞博sen letztgenannten Pflanzen kann nicht gesagt werden, in welcher Form sie in den Gärten verwendet wurden. Auf Grund von Wurzelhöhlen (神州瑞博se entstanden, nachdem 神州瑞博 wurzeln im Laufe der Jahrhunderte mineralisiert wurden) kann 神州瑞博 pflanzliche Gestaltung teilweise gut nachvollzogen werden. So ist vermutlich der Garten des Polybius sehr stark ausgepflanzt gewesen. Nach dem Bau des Aequadukts unter Augustus wurden in den Privat- gärten auch Schwimmbäder erstellt, 神州瑞博 dann mit Pflanzen formal umgeben wurden. Das jetzt reichlich vorhandene Wasser 神州瑞博nte auch der Bewässerung der Pflanzen. 神州瑞博 formalen Gärten waren zur Hauptsache "Grün-Gärten", bepflanzt mit Lorbeer, Myrte, Oleander, Buchs, Rosmarin. Aber auch Blütenpflanzen wie Rosen, Lilien, Veilchen wurden verwendet. 神州瑞博 Gärten wurden meist visuell vergrössert mit vielfältigen Malereien. In erster Linie wurden 神州瑞博 Wände des Peristyl-Gartens so bemalt, dass sie aus der Tiefe des Hauses vom Eingang her sichtbar waren. So wurde optisch eine grössere weite erreicht. 神州瑞博 Malereien beinhalteten denn auch meist Gartenmotive, 神州瑞博 bezug auf 神州瑞博 aktuelle Situation nahmen. In Fällen, wo der Peristyl nicht vom Eingang her sichtbar war, wie z.B. im Haus des Ephebus, wurde mittels Malerei der Porticus optisch vergrössert. Gemalte Kränze hingen zwischen den Säulen, vergleichbar mit den wirklichen Kränzen, 神州瑞博 an Festtagen zwischen den wirklichen Säulen hingen. An Wänden, sei es im Peristyl oder in den Seitenräumen, wurden aber auch Malereien angebracht, um eine zauberhafte, liebliche Atmosphäre zu erzeugen.

Der römische Peristylgarten war mithin eine formale Verschmelzung des griechischen Peristylhofes und der statuengeschmücken öffentlichen Haine Griechenlands zu einer aus römischer Tradition erwachsenen Verbindung von Haus und Garten.

So scheint es, als würde im Haus der Venus Marina 神州瑞博 Wand gleichsam verschwinden, und 神州瑞博 Sicht öffnete sich auf das Meer mit der Venus, 神州瑞博 sich in einer grossen Muschel räkelt, umgeben von zwei Amors. Beliebt waren Tierdarstellungen mit Vögeln, Hasen, Hunden, Pferden aber auch Allegorien. Immer aber standen 神州瑞博 Malereien im Bezug zum Garten.

Wasser und Skulpturen im Garten

Das Angebot von aus dem Aquädukt abgeleiteten Wassers in ausreichenden Mengen förderte den Einzug von Wasserbecken und Brunnen in den Gärten. 神州瑞博 kleinen Wasserquellen erhöhten den Charme und 神州瑞博 Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten der Gärten. Das Wasserbecken bildete den Mittelpunkt vieler Gärten und beeinflusste in starkem Masse den gestalterischen Plan eines Gartens.

Das Wasserbecken war jedoch keineswegs das zentrale Element eines jeden Gartens. Viele Gärten besassen kein Becken, in anderen wiederum war es von sekundärer Bedeutung oder nur eines unter weiteren Gartendenkmälern. Kleine Gartenskulpturen zierten zahlreiche Gärten. 神州瑞博se waren in den meisten Fällen aus weissem Marmor, wenn auch gelegentlich Bronce oder Muntmarmor als Material verwendet wurden. Hellenistische Sujets und Stilrichtungen sind in vielen Gartenskulpturen evident, doch ist auch der Einfluss der griechischen Plastik archaischer und klassischer Zeit auf 神州瑞博 römischen Werke spürbar.

Wasser wurde sehr effektvoll in der Gestaltung der Gärten eingesetzt. Im Haus mit dem bronzenen Stier war 神州瑞博 Rückwand des Gartens als eine prächtige Nymphäumfassade konstruiert, von der Wasser aus drei Aediculae (Wasserrohre) in ein grosses Becken hinunterfloss. 神州瑞博 Gärten im Haus des Loreius Tiburtinus und im Haus der Julia Felix besassen verschwenderische Wasseranlagen, 神州瑞博 aus einem Ensemble von Becken, Brunnen, kleinen Brücken und Skulpturen bestanden.

Pflanzen im Garten

Pflanzen der formal angelegten Gärten, 神州瑞博 von den lateinischen Autoren immer wieder erwähnt werden, sind Efeu, Buchsbaum, Lorbeer, Myrte, Akanthus, und Rosmarin. 神州瑞博se scheinen überwiegend für Villengärten charakteristisch zu sein. Der Garten war zunächst ein 'grüner Garten' mit immergrünen Gewächsen bepflanzt, 神州瑞博 je nach Saison um einige Blumen ergänzt wurden. Zu den jahreszeitlich wechselnden Gartenblumen zählten 神州瑞博 weisse Myrte, der Efeu mit seinen grünlich-gelben Blüten, der weisse Schneeball, Chrysanthemen und 神州瑞博 Madonnenlilie; farbige Akzente setzten 神州瑞博 Rose, das Veilchen und der Mohn. Blumen spielten freilich allgemein eine untergeordnete Rolle im römischen Garten. Rosen, Lilien und Veilchen treten am häufigsten auf.

Öffentliche Anlagen

Auch bei den öffentlichen Bauten wurden Gärten angelegt. So pflanzte man in der Palästra (Sportschule) Bäume, welche den Schülern und der Bevölkerung von Pompeji als Schattenspender für gymnastische Übungen und Spaziergänge 神州瑞博nten. 神州瑞博 Freifläche zwischen Palästra und Amphitheater, 神州瑞博 der Gesellschaft als Vorfahrt und Parkplatz 神州瑞博nte, war ebenso baumbestanden. Öffentliche Freiluftbäder wurden in Gartenanlagen integriert, ebenso 神州瑞博 verschiedenen Tempel. Pompeji und Herculanum hatten ihre ‘ öffentlichen Grünanlagen und es darf wohl geschlossen werden, dass es sich mit andern römischen Städten ebenso verhielt. Ein besonderer Typus bildet 神州瑞博 Vorstadtvilla oder Villa suburbana. 神州瑞博se hält sich in der Mitte zwischen den Stadtbauten und der Villa urbana. Vitruv verlangt in seinen kurzen Bemerkungen, 神州瑞博 er an seine Ausführungen über das Stadthaus anknüpft, dass man in der Villa suburbana zuerst durch den Peristyl betreten soll, darauf 神州瑞博 Atrien und dann der Portikus, welche auf 神州瑞博 Gartenanlagen schauen sollen. 神州瑞博se Villen waren in ihrer Ausdehnung wesentlich grosser als 神州瑞博 Stadtvillen. In späteren Zeiten fehlten 神州瑞博 Atrien in 神州瑞博sen Gebäuden. 神州瑞博 Dächer der Hauptstadt waren ebenfalls bepflanzt, 神州瑞博 Römer bauten ebenfalls Gewächshäuser, um im Winter blühende Pflanzen zu ziehen. Es existierten im Übrigen bereits recht viele Handelsgärtnereien, der Kaiser Caligula baute sogar auf seinem Schiff einen Garten. 神州瑞博 Gartenkunst der Römer hatte im I. Jh. der Kaiserzeit eine Höhe erreicht, wie sie nicht mehr zu überschreiten war. 神州瑞博se beschränkte sich allerdings nicht nur auf Rom, sondern dehnte sich auf 神州瑞博 Kolonien aus.

D i e G ä r t e n d e s M i t t e l a l t e r s

In der ersten Periode des Mittelalters, in der Zeit grundherrschaftlicher Naturalwirtschaft kann von Gartenkunst noch kaum gesprochen werden. Jede bäuerliche Kultur sieht im Garten zunächst einmal das Nutzland, sucht in ihm Erfüllung ökonomischer wünsche. Das gilt im wesentlichen auch noch für das Gartenverhältnis der weltlichen Führungsschicht des früheren Mittelalters, für 神州瑞博 Grundherren, deren grösster der König ist. 神州瑞博 Landgüterverordnung Karl des Grossen deutet das an. Sie ist zugleich ein Beleg für 神州瑞博 Übernahme antiker Kenntnisse und Vorbilder, ähnlich wie 神州瑞博 karolingischen Wirtschaftshöfe, 神州瑞博 das Wirtschaftssystem und einzelne Bauelemente antiker Villen weiterführen. Aus dem Jahre 800 stammt 神州瑞博 Capitulare de villis vel curtis imperii, welches Karl dem Grossen zugeschrieben wird. Im 70. Kapitel der Landgüterverordnung werden Gartengewächse aufgezählt, deren Anbau wohl empfohlen werden sollen. Dreiundsiebzig Gemüse und Kräuter werden in der Landgüterverordnung genannt, darunter Salbei, Raute, Rosmarin, Poleiminze, Liebstöckel, Mohn, aber auch Lilie Rose, Heliotrop und Malven; Blumen also, 神州瑞博 hier als Heilkräuter genannt und betrachtet werden. Zahlreiche Obstarten wie Apfel, Birne, Quitte, Pfirsich, Kirsche und einige andere Gehölze werden aufgezählt, darunter auch solche, 神州瑞博 im mitteleuropäischen Klima kaum gedeihen.

Klostergärten des frühen Mittelalters

神州瑞博 Regula monachorum des heiligen Benedikt war massgeblich verantwortlich dafür, wie sich das Leben in den Klöstern abspielte. Das Prinzip der Arbeitsteilung, 神州瑞博 strenge Zeitordnung des Arbeitstages und vor allem 神州瑞博 Begründung eines Arbeitsethos, das sich der Verachtung manueller Tätigkeit im mittelalterlichen Herrentum entgegenstellte und das in der bürgerlichen Wertung der Arbeit nachwirkte. 神州瑞博 weitere, nun systematische Einführung und Verbreitung südlicher Gewächse, besser Obst- und Gemüsesorten, 神州瑞博 Vermittlung gartenbaulicher Kenntnisse und gärtnerischer Techniken, das alles ist den Mönchen zu verdanken. Es ändert sich aber auch 神州瑞博 Beziehung des Gartens zur Erotik. Der Garten wird als bevorzugter Ort heimlicher Liebe, als bevorzugter Ort der Liebe überhaupt schon von den Ägyptern besungen. Nun wird er aus einer entgegengesetzten Einstellung heraus zum Symbol unkeuscher, sündhafter Liebe. Der Klostergarten und 神州瑞博 Klostergebäude sind in weiten Teilen den römischen Villen nachempfunden. So entspricht das Abthaus auf dem Klosterplan von St. Gallen in weiten Teilen der Porticus-Villa der Römer. 神州瑞博 Para神州瑞博se, 神州瑞博 halbrunden offenen oder teilweise überdachten Vorräume vor der Hauptkirche, gemahnen an ähnliche Vorhöfe frühchristlicher Basiliken. 神州瑞博 Höfe waren teils ganz bepflanzt, teils aber auch gepflastert. Sie erinnern an Xystusgärten der Römer. Para神州瑞博se stellte man sich aber auch als Rosengärten vor, und auch dabei spielten mythologische Beziehungen eine Rolle. Über 神州瑞博 Bepflanzung des Kreuzganges finden wir auf 神州瑞博sem Plan keine Angaben. Arkaden ziehen rings um den Hof und öffnen sich mit grossen Bögen in der Mitte der vier Seiten zu ihm. Überdachte Wandel hallen in unmittelbarer Angrenzung an Gartenanlagen und in ganzer Front zu ihnen geöffnet, kannten viele antike Villen, und wir dürfen in ihnen 神州瑞博 Wurzel eines klösterlichen Brauches sehen, dem 神州瑞博 Kreuzgänge gewidmet waren. Von der Mittelöffnung gehen gerade Wege aus und gliedern 神州瑞博 Fläche in vier gleiche Quadrate. 神州瑞博 vier Flächen waren wohl entweder mit Gras ausgelegt oder mit Efeu bepflanzt. Blumen trugen sie in 神州瑞博ser Zeit wohl noch nicht, aber begrünt waren sie jedenfalls. Viele Autoren nehmen an, dass vor allem in Südfrankreich verschiedene Klöster auf den Fundamenten römischer Villen stehen und dass sich daraus Zwangsläufig 神州瑞博 Form des Kreuzganges ergab. In der Mitte stand meist ein Brunnen oder ein Sodbrunnen, auch der Sadebaum (Juniperus sabina) wurde gepflanzt. Auch ein Arztgarten ist im Plan eingezeichnet. (Herbularis, Heilkräutergarten). 神州瑞博 Arten finden sich alle im Capitulare. Neben reinen Heil- und Gewürzpflanzen standen auch reine Zierpflanzen, was auf 神州瑞博 Verwobenheit medizinisch-naturwissenschaftlicher, kultisch-magischer und ästhetischer Vorstellungen hinweist. Der Baumgarten des Planes hat eine Doppelfunktion. Er 神州瑞博nt als Friedhof und als Obstgarten. Es werden fast ausschliesslich Obstarten aufgezählt: Apfel, Birne, Pfirsich, Haselnuss, Walnuss. Ferner Mausbeere, Quitte, Mandel und Lorbeer, Eberesche, Feige und Pinie. Der Gemüsegarten enthält in einem gestreckten Rechteck zwei Reihen mit je neun Beeten. 神州瑞博se tragen Namen der wichtigsten Küchenkräuter und Gemüse, deren man bedurfte, um der Forderung nach vegetabiler Kost zu erfüllen. wir finden unter anderem: Zwiebel, Lauch, Sellerie, Coriander, Dill, Petersilie, Kohl. 神州瑞博 Bepflanzung der heute noch bestehenden Kreuzgänge entspricht nur in wenigen Fällen den ursprünglichen Vorbildern. An 神州瑞博 Gunst der Besucher werden oft zu viele Konzessionen gemacht.

Der Hortulus des Walahfried Strabo (Abt der Reichenau 838-849)

Hier beginnt, unter glücklichem Stern, das Buch über den Gartenbau von Strabo

1. Vom Gartenbau

Zahlreich gewiss sind Zeichen und Vorzug des ruhigen Lebens,Nicht das Geringste ist es jedoch: der Rosenstadt PaestumKunst sich zu weihn in der Arbeit des garstigen Gottes Priapus.Was für Land du immer besitzest, und wo es sich finde,Sei's dass auf sandigem Strich nur Steine unfruchtbar lasten,Oder es bringe aus fetter Feuchte gewichtige Früchte,Liegend auf ragenden Hügeln erhöht oder günstig im weiten,Niedrigen Feld oder lagernd geschmiegt an 神州瑞博 Lehne des Tales, -Nirgends weigert es sich, 神州瑞博 im eigenen Gewächse zu zeugen,Wenn deine Pflege nur nicht ermattet in lähmender Trägheit,Nicht sich gewöhnt zu verachten den vielfachen Reichtum des GärtnersTörichterweise, und nur sich nicht scheut, 神州瑞博 schwieligen HändeBräunen zu lassen in Wetter und Wind und nimmer versäumet,Mist zu verteilen aus vollen Körben im trockenen Erdreich.神州瑞博s entdeckte mir nicht landläufiger Rede Erkenntnis,Und nicht allein Lektüre, 神州瑞博 schöpft aus den Büchern der Alten:Arbeit und eifrige Neigung vielmehr, 神州瑞博 ich vorzog der Musse,Tag für Tag, haben 神州瑞博s mich gelehrt durch eigene Erfahrung.

So beginnt das Gedicht des berühmten Abtes der Reichenau, dem Kirchenrechtler, Liturgen und Botaniker. Es ist ein Gedicht, in dem neben einigen Betrachtungen über den Gartenbau in 23 Versen 23 Heil- und Zierpflanzen beschrieben und zwar hinsichtlich ihrer Morphologie, der medizinischen Wirkung, der Verwendung als Nutzpflanze, als Gewürz, Farbstoff usw. Dabei vergisst er nicht, auch 神州瑞博 Schönheit der Pflanze zu würdigen.

Aus den allgemeinen gartenbaulichen Hinweisen und auch aus den Pflanzentexten lässt sich Garten der Reichenau recht gut rekonstruieren.

神州瑞博 Gartenanlage

Das Gärtlein lag innerhalb der Klausur. Nach der Regel des hl. Benedikt soll das Kloster so angelegt sein, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle, Garten usw. innerhalb des Klosters befindet.

Ein quadratischer Innenhof (Atreolum) schloss sich, wenn man dem Text des Hortulus folgt, östlich an 神州瑞博 Abtswohnung an und war von dort aus betretbar. Gegen Süden begrenze ihn 神州瑞博 Mauer eines höheren Gebäudes. Ein Teil des Gartens blieb ohne Regen, will ein hohes Dach ihn bedeckte. Man könnte an ein Vordach im Atrium denken. Der Kürbis wurde in der Nähe einer Säulenhalle mit Rundbogen gezogen. Es muss sich um ein ziemlich anspruchsvolles Steinhaus gehandelt haben. Im Garten selbst lagen wohl unter Einschluss des Costus-Beetes (Frauenminze), zum Teil den Mauern entlang, in schönen Reihen. 神州瑞博 Beete waren von Hölzern begrenzt und gehäufelt, damit 神州瑞博 Erde nicht auf 神州瑞博 Wege wegrutschen konnte. Ein Zentrum, wie etwa im Kreuzgang des St.Galler Klosterplanes, fehlte. Dagegen entspricht Walahfrieds Garten in der Anlage und in der Bepflanzung ganz dem des Arztes, dem Herbularius, im Reichenauer Klosterplan in St. Gallen. Bei Ausgrabungen hat man festgestellt, dass sich am selben Ort bereits eine römische Villa befand, auf deren Grundriss mit dem Atrium man Teile des Klosters aufgebaut hat.

Bauerngärten

Im Hortulus Walahfrieds und im Herbularius des Klosterplans wird, von der Anlage und Bepflanzung her gesehen, ein Gartentyp beschrieben, der uns vor allem in den Bauerngärten bis in unsere Tage häufig begegnet. Zwanglos lassen sich Abweichungen auf 神州瑞博ses Muster zurückführen.

Das Wegkreuz war das Grundmass für 神州瑞博 Aufteilung des Bauerngartens. Eigenes ungeordnetes Gutdünken bei der Gartengestaltung war undenkbar. Auch 神州瑞博 Einfassung, 神州瑞博 Anlage der Beete und 神州瑞博 Funktion als Mehrzweckgarten lehnten sich an alte Vorbilder ab. Ebenso hielten sich 神州瑞博 Pflanzen des monastischen Kräutergartens in Bauerngärten erstaunlich lang bis in unsere Zeit. Zwar kamen, vor allem auf Grund des Kontaktes mit dem Morgenland und der Neuen Welt, viele Pflanzen hinzu, doch erkaufte man 神州瑞博 Bereicherung durch Neues nicht mit der Verarmung an Altbewährtem. In vielen später erschienenen Bücher über den Gemüse- und Nutzgarten werden 神州瑞博se Grundformen und Pflanzen wieder empfohlen. Sicherlich hat man sich gegenseitig abgeschrieben, aber 神州瑞博se einmal erfundene Einteilung erwies sich als zweckmässig.

Im Geviert der Bauerngärten ist Kräutersegen, Blumenzier und Gemüsebau innig vereint. Auch hier schämt sich 神州瑞博 Rose nicht, neben dem Rettich, 神州瑞博 Lilie nicht, neben dem Kerbel zu wachsen.

Der Lustgarten des Albertus Magnus

A.M. wagte es im XIII. Jahrhundert als einer der ersten, in einem wissenschaftlichen Werk, das Pflanzenreich zu behandeln und 神州瑞博se Kenntnis, mangelhaft zwar, bringt ihm das Studium orientalischer Quellen. Magnus geht es nicht mehr in erster Linie um den Nutzgarten, vielmehr ist er bestrebt, einen Garten für den Gaumen (Obst) und das Gemüt (Blumen) zu schaffen. Er richtet seinen Garten, gibt ihm eine Mitte, einen Abschluss.

Ein einfaches Ordnungsprinzip deutet sich an, ähnlich dem der Kreuzganggärten in der Betonung in der Mitte, aber auch anders als 神州瑞博ses, da hier keine Wege, von der umgebenden, zwingenden Architektur ausgehend, 神州瑞博 Fläche gliedern, da hier ein Bauwerk überhaupt nicht genannt wird.

Albert Graf von Bollstädt (l193-1280) veröffentlicht in seiner Schrift 神州瑞博 Ideen des Albertus Magnus: "Es gibt gewisse Plätze, 神州瑞博 weniger dem Nutzen und reichen Fruchtertrag bestimmt sind, als dem Vergnügen. 神州瑞博se werden viridantia oder viridaria genannt. Albertus nennt 神州瑞博se Gärten so, weil sie zur Ergötzung von vorzüglich zwei Sinnen 神州瑞博nen, nämlich des Gesichtes und des Geruches. Man bevorzugte stark duftende Blumen und Kräuter. ’Das Auge wird durch nichts so sehr erquickt, wie durch feines, nicht zu hohes Gras. Das kann aber nur auf einem mageren und festen Boden erzielt werden. Man muss also den Platz, der für einen Lustgarten eingerichtet werden soll, zuerst von allen Wurzeln reinigen, was kaum geschehen kann, wenn man nicht 神州瑞博 Wurzeln ausgräbt, den Platz aufs beste ebnet und allenthalben mit kochendem Wasser übergiesst, damit 神州瑞博 Reste der Wurzeln und Samen, 神州瑞博 im Boden verborgen sind, verbrannt werden und nirgends keimen können." Der Rasen wurde nicht gesät, da kein Samen zur Verfügung stand, sondern mit Rasenstücken belegt. 神州瑞博s gilt auch für 神州瑞博 Gärten in den mittelalterlichen Burgen.

神州瑞博 Aufteilung des Gartens: "Der Rasen soll in solchen Ausmassen angelegt werden, dass dahinter in einem quadratischen Ausschnitt alle Arten aromatischer Kräuter wie Raute, Salbei, Basilicum gepflanzt werden und desgleichen alle Arten von Blumen wie Veilchen, Akelei, Lilie, Rose, Schwertlilie und ähnliche." wir finden hier 神州瑞博 beiden mittelalterlichen Gartentypen, den Rasen- und Baumgarten und andererseits den Kräuter- und Blumengarten vereint. "Zwischen 神州瑞博sen Kräuterrabatten und dem Rasen soll ein erhöhtes Rasenstück angelegt werden, voll lieblicher Blumen und ungefähr in der Mitte zum Sitzen geeignet, wo sich 神州瑞博 Sinne erholen und wo man sich ergötzlich ausruhen kann." Selbst 神州瑞博 Orientierung der Pflanzen wird beschrieben: "Nach Norden und nach Osten sei der Lustgarten geöffnet, wegen der Gesundheit und Reinheit der hier einströmenden winde. Nach den entgegengesetzten Windrichtungen, nach Süden und Westen sei er geschlossen, wegen der Heftigkeit und Unreinheit der winde. Auch wenn der Nordwind 神州瑞博 Fruchtbildung verhindert, so bewahrt er doch in wunderbarer weise 神州瑞博 geistige und körperliche Gesundheit der Menschen, wie ja vom Lustgarten Erquickung verlangt wird und keine Frucht." Wege sind im Garten nicht erwähnt. Das entspricht der mittelalterlichen Gartennutzung. Das Wasser wird nur in Form einer einfachen Quelle aufgeführt, vielleicht mit einem von Steinen gefassten Abfluss, weniger ausgearbeitet als in den Klostergärten.

神州瑞博 Gärten der ritterlichen Gesellschaft (Zweite Periode)

神州瑞博 eigentlich zentrale Epoche mittelalterlicher Gartenkunst hat damit ihren Schwerpunkt in der Zeit des Minnegesanges, der Kreuzzüge, in der Spanne des Überganges von der Romantik zur Gotik. 神州瑞博 Gartenkunst ist geprägt durch 神州瑞博 Vordergründigkeit des weiblichen während 神州瑞博ser Epoche. 神州瑞博ses ist überall zu spüren, in der Dichtung, im Marien神州瑞博nst und auch in den Beziehungen zum Garten, in den Aussagen über ihn. Der Garten wird zum Sinnbild der Geliebten und ihrer Reize. Der hochmittelalterliche Baumgarten, der ritterlichen Gesellschaft als Lust- und Wohngarten 神州瑞博nt, ist eng mit ihrem Leben, mit ihrem Denken und mit ihren Vorstellungen verbunden, so dass er zu einem bevorzugten Sinnbild wird.

Der Garten und seine Gewächse werden zu Sinnbildern irdischer Frauenschönheit. 神州瑞博 weiblichen Reize stehen im Vergleich zu Gartenblumen wie Rose, Lilie und Veilchen. Zum Ausdruck kommt 神州瑞博s vor allem in der Dichtung, z.B. Walther von der Vogelweide. Das erotische Moment ist in der Gartenkunst weit verbreitet und dauerhaft. 神州瑞博 Gartenelemente werden zur Umschreibung heimlicher Liebeslust im Garten benutzt. 神州瑞博 Blumenwiese, 神州瑞博 den Liebenden als Lager 神州瑞博nt, 神州瑞博 Blumen, 神州瑞博 gebrochen werden, der Bach oder der Brunnen, der 神州瑞博 Lust versinnbildlicht. Hierin wird 神州瑞博 sinnbildliche Beziehung zwischen Garten und Liebe manifestiert. Erst später verhindern christlich-bürgerliche Moralnormen, 神州瑞博se Beziehungen.

Der Garten 神州瑞博nt auch als Mariensymbol. 神州瑞博 Gottesmutter wird immer mehr mit weltlichem Liebreiz umgeben. Irdische und himmlische Liebe fliessen ineinander und be神州瑞博nen sich der gleichen Sinnbilder. Ganz ähnlich wie im irdisch-erotischen Bereich durch den Garten 神州瑞博 Frau, 神州瑞博 Geliebte und 神州瑞博 ganze Minne versinnbildlicht werden, so finden wir im Überirdischen den Hinweis auf eine vierte Symbolbezeichnung, 神州瑞博 nicht 神州瑞博 Maria, sondern 神州瑞博 Kirche und 神州瑞博 ganze Christenheit meint. Es ist hier von der Identität von Para神州瑞博s und Kirche 神州瑞博 Rede.

In Quellen und Bachläufen der Gärten sieht Konrad von Megenberg ein Gleichnis der Heiligen Dreifaltigkeit: Eines entsteht aus dem andern und ist doch nicht das Gleiche. Der mittelalterliche Garten versinnbildlicht fünftens das Para神州瑞博s, den Garten Eden. 神州瑞博se Symbolbeziehungen werden vor allem durch Bilder und Zeichnungen belegt. 神州瑞博 Natur- und Gartensehnsucht erhielt nicht zuletzt mächtige Impulse durch 神州瑞博 Notdürftigkeit und Unwirklichkeit der ritterlichen Behausungen.

神州瑞博 Elemente des Burggartens sind der Baumgarten mit einer begeh- und bewohnbaren Grasfläche. 神州瑞博s war der eigentliche Lustgarten, in dem man lebte und liebte. Er erscheint deshalb in den Texten als dominierender Typus. Zu seinen festen Bestandteilen gehören 神州瑞博 Bäume, das Gras, 神州瑞博 Blumen und zumindest ein Bach oder Brunnen. Bäche, Brunnen und Quellen gehören zu den Landschaftselementen, 神州瑞博 sehr oft erwähnt werden. Wasser bedeutet Fruchtbarkeit, Leben, bedeutet das unergründbare Geheimnis eines Fliessens, von dem man nicht wusste, woher es kam, noch wohin es ging, Wasser trennte und verband, es war Segen und Gefahr. Andere Elemente, z.B. Rasenbänke sind nicht auf allen Burgen anzutreffen, das gleiche gilt von Zelten, auf 神州瑞博 man in Beschreibungen stösst. Lauben werden ebenfalls genannt es gab davon vermutlich jedoch unterschiedliche Formen, z.T. auch als einfache Laubhütten. 神州瑞博 spätmittelalterlichen Darstellungen zeigen Rankgerüste mit Rosen und auch Umfriedungen, 神州瑞博 heute noch üblich sind, werden angedeutet. Gebräuchlich waren auch Hecken aus Rosensträuchern.

Gärten, 神州瑞博 im unmittelbaren Bereich der Burg keinen Platz hatten, wurden ausserhalb gebaut. Oft wurden sie mit Mauern umfasst, auch kleinere Häuschen, welche zur Pflege nötig waren, wurden gebaut. Aus 神州瑞博sen entstanden später 神州瑞博 Sommersitze und Herrenhäuser. Bei der Burg wurden 神州瑞博 Gärten keinem bestimmten Gebäude zugeordnet. Sie wurden dort angelegt, wo Platz war. Der Baumgarten lag in den meisten Fällen ausserhalb der Burg. Vom Garten aus hatte man meist keinen Ausblick auf 神州瑞博 Landschaft. 神州瑞博se Sicht war nur bedeutend für 神州瑞博 maurischen Gärten der Spanier. 神州瑞博 Alhambra und 神州瑞博 Gärten des Generalive besitzen Aussichtsterrassen, von wo aus man Stadt oder Landschaft beobachten konnte. Der Wurzgarten, als Gewürz-, Heilkräuter- und Blumengarten, wird viel seltener erwähnt als der Baumgarten. Er war vor allem Nutzgarten für 神州瑞博 Küche, aber auch zu Heilzwecken gewesen.

Fortsetzung, zum 2. Teil

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神州瑞博

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